Es geht voran...

Anzeige
So wird der Neubau aussehen, der um das Geomatikum herum gebaut wird. Baubeginn: Ende 2013.Foto: HTP Architekten

2013 soll mit Uni-Neubau begonnen werden

Rotherbaum. So langsam geht es richtig los mit dem Umbau der Universität. Der städtebauliche Rahmen für die Neugestaltung der Geo- und Naturwissenschaften sowie der Mathematik und Informatik entlang der Bundesstraße wurde bereits vorgestellt. Für den ersten Neubau am Geomatikum, Ecke Bundesstraße / Beim Schlump, in den die Klima- und die Geowissenschaften einziehen werden, steht nun auch das hochbauliche Konzept. Ende 2013 soll mit dem Bau begonnen werden. 2015/2016 wird mit der Fertigstellung und dem Umzug in das neue Gebäude gerechnet, das das umstrittene Geomatikum umgibt.

Wettbewerb
Für den schräg gegenüber an Bundes- und Sedanstraße geplanten sogenannten MIN-Campus, Gebäude für Mathematik, Chemie und Informatik, läuft derzeit ein Architektenwettbewerb. Der Sieger wird im Oktober vorgestellt. Diese Neubauten werden voraussichtlich 2017 fertiggestellt sein.
Insgesamt wurden die Neubauflächen an der Bundesstraße von ursprünglich 21.000 Quadratmetern auf 18.000 Quadratmeter reduziert, was zu harscher Kritik der CDU an dem Neubaukonzept des Senats führte. „Ohne Beteiligung der Öffentlichkeit“ habe die Senatorin „still und heimlich die Pläne zurückgestutzt“, wetterte der hochschulpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschafsfraktion, Thilo Kleibauer. Für die Wissenschaftsbehörde entspricht diese Reduzierung „dem üblichen Verlauf bei Bauvorhaben dieser Größenordnung.“ „Sämtliche Änderungen sind mit der Universität abgestimmt und vereinbart worden, um ein Höchstmaß an Funktionalität zu gewährleisten“, erläutert Dr. Alexander von Vogel, der Sprecher der Wissenschaftsbehörde. Er erklärt außerdem, dass die ursprünglich mit 100 Millionen Euro Kosten angesetzte Neu- und Umbauplanung an der Bundesstraße abgespeckt werden musste, weil der finanzielle Aufwand sich erhöht hatte. „Um den Kostenrahmen zu halten, mussten wir Flächen reduzieren“, so von Vogel. Kleiner als ursprünglich geplant werden nun die Bibliothek und die Mensa. Außerdem wird auf den Bau von Hörsälen auf dem Areal des Fachbereichs Chemie verzichtet. Die bisherigen Hörsäle bleiben. Cafeterien in anderen Gebäuden könnten die Verkleinerung der Mensa ausgleichen.
Im dritten Bauabschnitt wird das Geomatikum komplett saniert. Die Mathematik bleibt mit ca. 4.400 Quadratmetern in dem markanten Gebäude. Das Regionale Rechenzentrum und die Präsidialverwaltung der Universität, derzeit am Mittelweg gegenüber der Moorweide untergebracht, werden neu einziehen.
Für die Neugestaltung des MIN-Campus ist auch ein Bürgerbeteiligungsverfahren vorgesehen. Das klingt den Bewohnern des Schröderstifts wie Hohn in den Ohren. Ihr Einsatz für den Erhalt einer Wiese hinter dem als alternatives Wohnprojekt betriebenen Schröderstift war aufgrund der Neuplanung nicht von Erfolg gekrönt. Die Wiese wird nahezu komplett bebaut. Als Arndt Prentzel, der Sprecher des Schröderstifts, kürzlich eine Evaluation der Bürgerbeteiligung bei der Planung der Unineubauten an Bundesstraße und Beim Schlump anregte, lehnte die Wissenschaftsbehörde ab. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige