Fahrt doch woanders!

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Hindernisse erschweren das Fahren auf dem Radweg der Sierichstraße Foto: Hanke
 
An der Ohlsdorfer Straße wird zwischen Butenkamp und Himmelstraße auf Gehweg und Grünstreifen geparkt Foto: Hanke

Rot-Grün gegen Radweg-Sanierung

Winterhude Schlechte Radwege und löchrige Gehwege standen beim ersten Regionalausschuss nach der Sommerpause auf der Tagesordnung. Beschlüsse gab zur Sierichstraße und zur Ohlsdorfer Straße. Und: In der Willistraße soll ein Mini-Kreisel entstehen. Alternativrouten – damit begnügen sich SPD und Grüne in Sachen Fahrradverkehr in der Sierichstraße. Die CDU fordert dagegen, den vorhandenen weitgehend maroden und mit Hindernissen gespickten Radweg auf der westlichen Seite zwischen Hudtwalckerstraße und Rondeel zu erneuern. Der Hintergrund: ein Antrag von Rot-Grün, in der Sierichstraße in dem besagten Abschnitt Radfahrsstreifen von der Fahrbahn abzumarkieren, war von der Verkehrsbehörde in der Sache bejaht, aber für die nähere Zukunft abgelehnt worden. Die Behörde sieht derzeit für die Sierichstraße keine Priorität, auch weil es viele Ausweichmöglichkeiten für die Radler gäbe. Diese nutzt der Grünen-Abgeordnete Michael Schilf bereits, um nicht durch die Sierichstraße zu fahren. „Ich nehme Alternativrouten“, bekannte Schilf im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude. „Das Problem ist schwer zu lösen“, meinte der Sprecher der SPD-Fraktion, Jan Freitag. Weil SPD und Grüne nicht auf ihr Konzept verzichten wollen, üben sie sich in Geduld. Christoph Ploß (CDU) sieht Handlungsbedarf. Der CDU-Antrag zur Sanierung des vorhandenen Radweges wurde jedoch abgelehnt.

Schlechte Gehwege und Falschparker


Die Gehwege in der Ohlsdorfer Straße empfindet die CDU Hamburg-Nord als durchweg schlecht und bei Regen teilweise unpassierbar. Deshalb beantragten die Christdemokraten, diese Gehwege zu sanieren und in einen ordungsgemäßen Zustand zu versetzen.
SPD und Grüne sehen es so: Überwiegend seien die Gehwege in einem sehr guten Zustand. Nur der Abschnitt auf der Stadtparkseite zwischen Butenkamp (Zufahrt zum Linnering) und Himmelstraße, ein unbefestigter Gehweg, sei in einem beklagenswerten Zustand, so die rot-grüne Regierungskoaltion.
Bei Regenfällen kommt es zu großen Pfützen, so dass die Passanten um diese herumlaufen und dabei über den baumbestandenen Wiesenstreifen zwischen Gehweg und Fahrbahn Trampelpfade bilden. Der Grünstreifen wird außerdem durch falsch parkende Pkw in Mitleidenschaft gezogen, die halb auf diesem Grünstreifen und halb auf dem Gehweg parken. Dort sind bereits über zehn Zentimeter tiefe Kuhlen entstanden, in denen kein Gras mehr wächst. SPD und Grüne beantragten daher, den Gehweg in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen und in den Trampelpfaden wieder Gras anzusäen. Außerdem sollen Eichenspaltpfähle gesetzt und andere Maßnahmen ergriffen werden, um das illegale Parken zu verhindern. Dieser Antrag wurde ohne die Stimmen der CDU angenommen, die erfolglos für den eigenen stimmte.

Mini-Kreisel auf der Willistraße


Die Kreuzung Willi-/ Klärchenstraße soll entschärft werden. Das Bezirksamt plant einen kleinen Kreisverkehr („Mini-Kreisel“) sowie einen Fahrbahnschwenk vor dem Haus Willistraße 39 vorzunehmen. Da die Maßnahme den Anwohnern noch nicht mitgeteilt worden war, befürchtet die CDU Proteste wie im Mühlenkamp oder in der Bebelallee. Deshalb beantragten die Christdemokraten auf einer Informationsveranstaltung über den geplanten Mini-Kreisel zu berichten und die Anwohner in die Planung miteinzubeziehen. Der Antrag, den die Linke begrüßte, wurde mit den Stimmen von SPD und Grünen abgelehnt. Es wurde aber beschlossen, Anwohner über die Sitzungen des Regionalausschusses zu informieren, in denen der Mini-Kreisel Thema sein wird. (ch)
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