Fallen jetzt Parkplätze weg?

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Sie wollen den Status quo behalten: Merle Henning, Bernd Kroll, Svenja Sund, Irina Rotgans und Indra Siebels (v.l.) Foto: Haas

Umbau der Preystraße in der Diskussion

Von Waltraut Haas
Winterhude
Beim Ortstermin im Februar waren sich alle Beteiligten einig: Sowohl Anwohner, die Initiative „Unser Mühlenkamp“ wie auch Vertreter des Regionalauschusses Eppendorf-Winterhude und des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Bekräftigt wurde die Einigkeit mit einem einstimmigen Beschluss im Regionalausschuss: Nichts spreche in der Preystraße gegen eine Umkehrung der Einbahnstraßenführung von der Schinkelstraße in Richtung Mühlenkamp (das Wochenblatt berichtete).
Doch nach dem Studium der jetzt vom LSBG vorliegenden Ausführungsplanung kommt Ärger auf: Mit der Umkehrung der Einbahnstraßenführung sei zugleich ein in beide Richtungen befahrbarer Fahrradweg unumgänglich. Dementsprechend müsste die Straße zu ungunsten der Parkplatzfläche verbreitert werden. Wegen einer neuen Kontaktschleife vor der Ampel an der Kreuzung werde es zudem eng für die Behindertenparkplätze an der Ecke zum Mühlenkamp. Und für die Belieferung des Supermarkts per Lkw aus umgekehrter Richtung durch die Toreinfahrt Preystraße 2 müsste zudem eine Straßenseite auf 15 Metern für eine „Schleppkurve“ freigehalten werden. „So bekommen wir summa sumarum einen Parkplatzverlust von 25 Prozent“, hat Bernd Kroll ausgerechnet. Die Sorge um künftig „weggeplante“ Parkplätze eint den Sprecher der Initiative „Unser Mühlenkamp“ mit Anwohnern und Gewerbetreibenden. „Schlichtweg unsinnig“ sei schon der neue Fahrradweg, findet Anwohnerin Svenja Lund. „Eine ungeheure Geldverschwendung mit dem neuen Straßenumbau“, moniert Apothekerin Irina Rotgans. „Vor nur einem Jahr wurde diese Straße aufwändig neu asphaltiert und umgestaltet, und schon damals hatten wir Parkplätze eingebüßt.“ Anwohnerin Indra Siebels und Merle Henning, Inhaberin von Pura Vida, pflichten ihr bei. Bernd Kroll bekräftigt: „Den ganzen Ärger hier verdanken wir nur der Planung, dass mit der Umgestaltung des Mühlenkamp die Linksabbiegemöglichkeit in die Gertigstraße entfallen soll: Welch ein Blödsinn.“
Mit der LSBG-Planung fühlen sich die Anlieger der Preystraße übergangen, alle Anwesenden pochen deshalb auf „ihre“ beste Lösung: „Wir wollen, dass alles so bleibt, wie es jetzt ist.“ Zur Verkehrsberuhigung könne eine Tempo 30-Zone beitragen. Zudem sei ein neuer Ortstermin vonnöten, der diesmal alle Anlieger informieren und deren Bedarfe berücksichtigen müsse.
Dem Bezirksamt Nord lag der aktuelle LSBG-Plan bis zum Redaktionsschluss nicht vor, denn dort wird – noch – von einer Beibehaltung der aktuellen Anzahl von Parkplätzen ausgegangen.
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2 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 12.05.2015 | 14:08  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 29.05.2015 | 10:03  
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