Fest angestellte Helfer mit Herz

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Valentin Asensio und Elke Steinweg sind die beiden ersten Teilzeitkräfte des Vereins Hamburger mit Herz, der Geflüchteten im Gemeindehaus St. Markus hilft Foto: ch
Hamburg: Heider Straße 1 |

Hamburger Verein freut sich dank Förderung der Stadt über Teilzeitkräfte und erweiterte Räume

Von Christian Hanke
Hoheluft
Jetzt haben die „Hamburger mit Herz“ eine „Herzkammer“! Der Verein, der sich im Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Markus für Geflüchtete einsetzt, konnte kürzlich angrenzende Räumlichkeiten beziehen, in denen ein Büro und ein Seminarraum mit Küche eingerichtet werden konnten: die „Herzkammer“. Außerdem werden die „Hamburger mit Herz“jetzt von der Stadt Hamburg gefördert, sodass zwei Teilzeitkräfte ihre Arbeit für den Verein aufnehmen konnten. „Dadurch konnten wir Hamburger mit Herz auf stabile Füße stellen“, erklärt Elke Steinweg, eine der beiden neuen Teilzeitkräfte.

Deutschunterricht für Geflüchtete

Hamburger mit Herz e.V. bietet seit 2015 Deutschunterricht für Geflüchtete und mittlerweile weitere Betreuung, beispielsweise im Rahmen eines Mentoringprojekts an. 30 bis 40 Geflüchtete treffen sich derzeit montagnachmittags (16-20 Uhr) und donnerstagvormittags (10-13) im Gemeindehaus St. Markus, um von ehrenamtlich Tätigen unterrichtet zu werden. Das „Sprachlotsenprojekt“, so der offizielle Name, richtet sich in erster Linie an Anfänger in der Phase, in der die Geflüchteten noch keinen Integrationskurs belegt haben als erste sprachliche Orientierung.

Offen für alle Geflüchtete

Zunehmend beteiligen sich aber auch Fortgeschrittene, die als Anfänger bereits an den Kursen teilgenommen haben. „Sie fühlen sich bei uns wohl, kommen gern zurück“, erzählt Valentin Asensio, die zweite Teilzeitkraft von Hamburger mit Herz. Das liege vor allem daran, dass derzeit alle Geflüchteten, die der Verein betreut, aus Äthiopien und Eritrea stammen. Hintergrund: „Hamburger mit Herz“ unterstützt seit 2010 eine Schule in Äthiopien und vermittelt dort Patenschaften. So hat sich im Gemeindezentrum St. Markus eine Community der Äthiopier und Eritreer gebildet. Die Kirchengemeinde wurde zum Anlaufpunkt für Geflüchtete aus diesen Ländern. „Wir sind aber offen für alle Geflüchtete“, betont Valentin Asensio, der Amharisch, eine der Amtssprachen in Äthiopien studiert. Im Rahmen des Mentoringprojekts unterstützen ehrenamtlich tätige Mentoren einzelne Geflüchtete oder Familien bei der Gewöhnung an das neue Land. Sie unterstützen sie zum Beispiel bei Behördengängen oder Arztbesuchen, zeigen ihnen die Stadt und gehen mit ihnen auch einfach etwas trinken. „Sie sollen hier leben lernen“, betont Elke Steinweg.

Helfer gesucht

Für alle seine Aktivitäten sucht der Verein noch Ehrenamtliche Wer Lust und Zeit hat, mitzumachen, meldet sich bei Elke Steinweg unter Telefon 0179 /5990685 oder geht einfach in die „Herzkammer“, Heider Straße 1 neben dem Gemeindehaus St. Markus. Nachmittags ist sie montags bis donnerstags besetzt. Weitere Infos: Verein „Hamburger mit Herz“
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