Filmfest - auch für Hamburger Kinder

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Aufstand der jungen Generation, um die älteste zu retten: „Quatsch und die Nasenbärbande“ (Abaton 3. 10., 11 Uhr) Foto: wb

Ab Donnerstag ist wieder Kinozeit in Hamburg: 143 Werke aus 49 Ländern

Hamburg. Am Donnerstag beginnt das 22. Filmfest Hamburg. Vom 25. September bis
4. Oktober dreht sich in Hamburg alles um die bewegten Bilder auf der Leinwand. Wie immer mit Zentrum vor dem Abaton-Kino am Allende-Platz. Im dortigen Filmfestzelt werden jeden Tag Veranstaltungen wie Vorträge, Treffs oder Workshops angeboten. Aber vor allem gibt es Kino satt: 143 Filme aus 49 Ländern werden in sechs Kinos auf elf Leinwänden gezeigt. Filme, die schon in Kinos zu sehen sind, welche, die in den nächsten Monaten anlaufen, und andere, ganz unbekannte, die in Europa noch keine Starttermine haben. „Wir sehen uns zwischen Nachwuchs und Etablissement“, erläuterte Filmfestspielleiter Albert Wiederspiel bei der Vorstellung des Programms. Europäische Publikumserfolge (Eurovisuell)werden gezeigt und – anlässlich 25 Jahre Mauerfall – zehn Filme aus der DDR, die Regisseur Andreas Dresen („Halbe Treppe“, „Sommer vorm Balkon“), gebürtig aus Gera, ausgesucht hat (Reihe „DDR Deluxe“). Unverändert beinhaltet das Programm Sektionen für französischsprachige, für spanisch- und portugiesischsprachige und asiatische Filme sowie Filme zum Thema Umwelt.
Die „Filme aus aller Welt“ finden sich in der neuen Sektion Kaleidoskop wieder. Darunter auch Raritäten wie vier griechische und vier afrikanische Filme. Vom schwarzen Kontinent kommt einer der verstörensten Werke: „Timbuktu“, ein mauretanischer Film über die kurze Herrschaft der Islamisten in der alten Stadt Timbuktu in Mali. Auch der diesjährige Douglas-Sirk-Preis geht an einen Film über politische Gewalt: Fatih Akins „The Cut“ über den Völkermord der Türken an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges. Gewalt und Liebe unter gehörlosen Jugendlichen zeigt der ukrainische Film „The Tribe“ (Abaton 27.9., 16.30 Uhr).
Von einer Mädchengang handelt der französische Film „Girlhood“ mit faszinierenden Laiendarstellerinnen (Abaton, 1.10., 21.15 Uhr). Den Dauerprozess um eine Scheidung thematisiert das israelische Kammerspiel „Get - Der Prozess der Viviane Amsalem“ (Abaton, 26. 9., 21.15 Uhr + 28. 9., 16.45 Uhr). Schauspielerin Liv Ullmann hat das Strindberg-Drama „Miss Julie“ verfilmt (Abaton 4.10., 21.15 Uhr).
Parallel zum Filmfest wird
nur im Abaton das 12. Michel Kinder- und Jugendfilmfest veranstaltet. Heißer Tipp: „Quatsch und die Nasenbärbande“. Da rin retten Fünf- bis Sechsjährige ihre Omas und Opas aus dem Altersheim. Deutsche Kino- und Theaterstars wie Benno Fürmann oder Fritzi Haberlandt (Abaton 3.10., 11 Uhr) sind beim Kinderfilmfest dabei. Die Karten kosten 8.50 (7) Euro pro Vorstellung (Eröffnung, Abschluss und Douglas-Sirk-Preisverleihung 10 Euro, Michel-Kinderfilmfest 4 Euro). (ch)
Ticket-Hotline:
Tel.: 0180-6000 700
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