Firma im Gewerbegebiet von Groß Borstel zugeparkt

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Andreas Flaeschner von der Firma Senator Logistik zeigt es an: Parkchaos auf dem Firmenparkplatz Foto: Hanke

Politiker suchen nach Lösung

Groß Borstel Auf dem Firmenparkplatz der Senator International Spedition GmbH im Gewerbegebiet von Groß Borstel an der Obenhauptstraße stehen Autos in zweiter und dritter Reihe hintereinander. „Wenn hier nur ´mal jemand zum Essen fahren will, müssen oft zwei oder drei hinter ihm stehende Wagen zur Seite gefahren werden“, erläutert Andreas Flaeschner, zuständig für das Qualitätsmanagement der Firma. Der Grund für den überbelegten Parkplatz: die Mitarbeiter finden keine Stellplätze im umgebenden Straßenraum. Insbesondere in der Urlaubs- und Ferienzeit sind Obenhaupt- und Hindenburgstraße sowie der Geschwister-Beschütz-Bogen hoffnungslos zugeparkt. „Man sieht Kennzeichen aus ganz Deutschland und viele aus Dänemark“, erzählt Andreas Flaeschner.
Ganz klar: die öffentlichen Parkplätze werden von Fluggästen des nahen Flughafens Fuhlsbüttel genutzt, die ihre Autos für die Dauer ihres Urlaubs oder ihrer Geschäftsreise im Groß Borsteler Gewerbegebiet abstellen. Die Alternativen öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad helfen hier den meisten nicht weiter. Eine Schnellbahn ist weit und breit nicht in Sicht und die Busanbindung ist nicht die beste. „Viele, die aus dem Hamburger Umland kommen, können keinen nahen Parkplatz finden“, erläutert Andreas Flaeschner. Und weiter: „Es sind Bewerber wegen dieser Parksituation nicht zu uns gekommen.“ Wie kann den Gewerbetreibenden geholfen werden? Jörg Lewin (SPD), der Vorsitzende des Regionalausschusses Langenhorn/Fuhlsbüttel/Groß Borstel/Alsterdorf der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, sieht nur einen Weg: Zeitbegrenzungen für bestimmte Parknutzer, am besten bevorrechtigtes Parken für die hier Arbeitenden, vergleichbar dem Anwohnerparken. Das hat der Ausschuss schon versucht durchzusetzen, doch die übergeordnete Verkehrsbehörde sieht für derartige Maßnahmen keine Veranlassung. „Das ist sehr frustrierend“, ärgert sich Jörg Lewin. In der nächsten Sitzung des Regionalausschusses am 22. Februar im Ortsamt Fuhlsbüttel (18 Uhr) unternimmt die CDU einen neuen Anlauf. Sie wird beantragen zu prüfen, ob „durch geeignete nächtliche Parkbeschränkungen in dem betreffenden Bereich ein Dauerparken über mehrere Tage hinweg unterbunden werden kann.“ Andreas Flaeschner wird aus der Sicht der Betroffenen auf die Parkplatzsorgen im Gewerbegebiet hinweisen. Lewin sieht darin die einzige Chance: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ (ch)
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