Fitness-Tipps von der Straße

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Wie hier am U-Bahnhof Alsterdorf gibt es Fitness-Tipps an 18 Stationen in Winterhude, Alsterdorf und City Nord Foto: wb

Themenjahr „Hamburg trainiert“ kostet 150.000 Euro

Winterhude/Alsterdorf Die Stadtteile als Fitnessstudio: „Auf einem Bein stehen schult das Gleichgewicht“, „Grinsen aktiviert 78 Gesichtsmuskeln“ oder „Smartphone mit der anderen Hand bedienen schult die Koordination“. Wer ganz genau hinschaut, wird die leuchtend gelben Aufkleber an Ampeln, auf Bänken, Brücken und vor Treppen jetzt auch im Bezirk Hamburg Nord wahrnehmen können.
Die gutgemeinten Fitnesstipps sind Teil des Themenjahres „Hamburg trainiert…“. Das von der Stadt geförderte und vom Urban Sports Lab umgesetzte Projekt soll für mehr Bewegung im Alltag der Hamburger sorgen. In Hamburg-Mitte und Eimsbüttel finden Passanten die auffälligen Bodenmarkierungen schon länger.
Seit Mitte Oktober animieren 18 Stationen zwischen Winterhude, City Nord und Stadtpark für eine gesündere Lebensweise – zum Beispiel am Winterhuder Markt, U-Bahnstation Alsterdorf oder am Stadtpark an der Otto-Wels-Straße.

Alltägliche Bewegungen


Laut Weltgesundheitsorganisation reichen täglich schon 21 Minuten leichte körperliche Aktivität für ein gesundes Leben aus. „Gerade die kleinen, alltäglichen Bewegungen bringen in der Summe mehr, da diese keine Überwindung kosten und überall wiederholt und ins Leben integriert werden können. Ein Trainingseffekt stellt sich ein, sobald die Trainingsgelegenheiten mehr oder weniger regelmäßig genutzt werden“, beschreibt Prof. Dr. med. Klaus-Michael Braumann, Professor für Sportmedizin an der Universität Hamburg und Leiter des Instituts für Bewegungswissenschaft, die positiven Effekte. „Ich finde es toll, dass die Aktion jetzt nach Hamburg-Nord gekommen ist und sogar das Bezirksamt zu einer Station zählt“, freut sich Bezirksamtsleiter Harald Rösler. Laut Sportamt Hamburg beträgt das Budget für das Themenjahr insgesamt 150.000 Euro.

„Gerade die kleinen, alltäglichen Bewegungen bringen in der Summe mehr.“
Klaus-Michael Braumann


„Wir wollen nicht nur eine sportbegeisterte Stadt und Metropole für Leistungssportlerinnen und -sportler sein, sondern für alle Bürger“, sagt Sportstaatsrat Christoph Holstein. Und weiter: „Die Idee des Urban Sports Lab passt toll zu unserer Stadt und ergänzt bestehende Angebote. Die Übungen des USL kann man einfach vor Ort und ohne viel Mehraufwand in jedem Alter umsetzen. Für diejenigen, die schon sportlich aktiv sind, werden die Markierungen zu Trainingsergänzungen im Alltag.“ Ab November sind die Motivationssprüche auch in Altona zu finden. (ms)

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.hamburg-trainiert.de
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