Flüchtlingsheim in Pehmöllers Garten kommt

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Die Flüchtlingsunterkunft Borsteler Chaussee 299 wird geschlossen. Die rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner ziehen Ende 2017 in die neue Unterkunft in Pehmöllers Garten um Foto: Hanke

Streit um geplante Unterkunft in Groß Borstel beigelegt. Stadt Hamburg baut für 400 Menschen

Groß Borstel Der Streit um die Anzahl der Geflüchteten, die in der geplanten Unterkunft in Pehmöllers Garten wohnen werden (das WochenBlatt berichtete), ist beigelegt. Es werden 400 Neuankömmlinge sein, so wie ursprünglich zwischen Senat, Bezirksamt und Kommunalverein in Groß Borstel vereinbart. Von diesen werden aber rund 100 aus der Unterkunft Borsteler Chaussee 299 kommen, die sich in einem schlechten Zustand befindet, und daher geschlossen werden soll.

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Somit erhält Groß Borstel unterm Strich nur 300 neue Bewohnerinnen und Bewohner, so wie zuletzt vom Kommunalverein gefordert, der sich dabei auf den Bürgervertrag zwischen den Inititiativen gegen Großunterkünfte und dem Senat berief. Danach sollen nur noch Folgeunterkünfte für höchstens 300 Menschen gebaut werden. Das, so hatte der Kommunalverein gefordert, müsse auch für Groß Borstel gelten, auch wenn dieser Stadtteil mit keiner Initiative an dem Bürgervertrag beteiligt ist. Der Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Harald Rösler, hatte auf einer Informationsveranstaltung von fördern & wohnen, dem künftigen Betreiber der geplanten Unterkunft, über dieses Projekt, nach einer Begehung der Unterkunft Borsteler Chausee 299 den besagten Kompromissvorschlag unterbreitet. Trotzdem hatte die CDU in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord eine Beschränkung auf 300 Geflüchtete für die geplante Unterkunft gefordert und damit eine teilweise erhitzte Debatte über Geflüchtete und deren Anzahl in Groß Borstel ausgelöst. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Andreas Schott fragte, ob die Bewohner der Unterkunft Borsteler Chaussee 299 überhaupt umziehen wollen. In Pehmöllers Garten an der viel befahrenen Papenreye sei es viel lauter. Karin Haas von den Linken glaubt, dass sie sich in den Neubauten in Pehmöllers Garten wohler fühlen werden und damit zufriedener seien als voher und warf der CDU ebenso wie Michael Werner-Boelz von den Grünen vor, um 100 Geflüchtete zu „feilschen“. Auch Jörg Lewin (SPD) ist überzeugt, dass die 100 etablierten Geflüchteten aus der Unterkunft Borsteler Chaussee 299 einen positive Einfluss auf die Neuankömmlinge haben werden. Die geplante Unterkunft in Pehmöllers Garten wird aus fünf viergeschossigen und einem dreigeschossigen Gebäude mit Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen bestehen. Mit dem Bau wird voraussichtlich im Mai 2017 begonnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 vorgesehen. (ch)

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