Fluglärm-Gegner aktiv

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Das Archivfoto zeigt ein Flugzeug über der Hindenburgstraße beim Anflug auf die Landebahn 33/15 Foto: ho/wb

Neuer Verein soll am 9. November gegründet werden

Alsterdorf/Winterhude Jetzt machen die Gegner des zunehmenden Fluglärms südlich der Landebahn 33/15 ernst: Am 9. November wollen betroffene Anwohner aus Barmbek, Alsterdorf und Winterhude einen Verein gründen, um die steigende Zahl der jährlichen Starts und Landungen über ihrem Stadtteilen zu bekämpfen. Sie befürchten, dass der Flughafen in Zukunft sukzessive mehr Flugbewegungen über die Alsterdorfer Landebahn abwickeln will, weil der Druck der Anwohner entlang der anderen Landebahnen wächst.
Die Starts und Landungen über die so genannte Bahn 33/15 (Alsterdorf) haben in den vergangenen Jahren tatsächlich kontinuierlich zugenommen. Waren es 2008 noch 3.171 Starts und Landungen oder 1,9 Prozent der gesamten Flugbewegungen in Hamburg, die die Bewohner der Stadtteile Alsterdorf, Winterhude und Barmbek ertragen mussten, so waren es allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits fast 1.000 mehr. Je nach Verlauf der letzten drei Monate 2015 – dann wird die Alsterdorfer Landebahn von den Fluglotsen oft wegen der Herbststürme frei gegeben – bedeutet das eine Zunahme zwischen 30 und bis zu 50 Prozent im Vergleich zu 2008. In einigen Jahren, wie etwa 2012, gab es auch schon rund 9.000 Flugbewegungen, was sechs Prozent des Gesamtanteils ausmachte – fast eine Verdreifachung zu 2008. Die betroffenen Anwohner ärgern besonders Flieger, die bis deutlich nach 23 Uhr landen und morgens schon ab sechs Uhr wieder starten.
Der Ursprungsort des Protestes liegt neben Alsterdorf vor allem auch in Barmbek. Hier soll die Gründung des neuen Vereins im Haus Flachsland (Flachsland 9) am Montag, 9. November, um 19.30 Uhr vollzogen werden. Interessenten sind herzlich eingeladen. (ho/wb)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 03.11.2015 | 13:37  
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