Gedenkgottesdienst zum Kriegsende

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Uta Falter- Baumgarten (li.) und Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas Foto: Anne Rütten/wb

Am Tag der Befreiung wurde Opfern der NS-Zeit gedacht

Alsterdorf Zum Gedenken an die Euthanasieverbrechen in den damaligen Alsterdorfer Anstalten in der NS-Zeit gab es am 8.Mai wieder zahlreiche Vorträge und Feierlichkeiten. „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“ Diese Worte sprach der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1985 anlässlich des 40. Jahrestages der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Die Kapitulation bedeutete auch das offizielle Ende des Zweiten Weltkrieges, der bis zu seinem Ende mindestens 55 Millionen Menschenleben gekostet hat.
Unter dem diesjährigen gemeinsamen Motto „Euthanasie – die Motive der Täter und die Rolle der Angehörigen“ wurde der rund 4.500 Menschen mit Behinderung gedacht, die den damaligen Hamburger Heil- und Pflegeanstalten Alsterdorf und Langenhorn anvertraut waren und im „Euthanasie“-Programm der Nationalsozialisten ermordet wurden. Die Gedenkveranstaltungen wurden bereits am 7. Mai mit dem Ochsenzoller Nachmittag durch spannende Vorträge eingeläutet.
Am 8. Mai gestaltete Alsterdorf traditionellerweise den Vormittag, der mit einer Andacht von Pastor Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas in der St. Nicolaus Kirche auf dem Stiftungsgelände begann. „Erinnern gegen das Vergessen sei ein politischer Akt und das Aushalten der Geschichte unser aller aktive Arbeit dafür“, so Pastor Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas. (wb)
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