Geibelstraße in Winterhude bis Ende September dicht

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Geibelstraße bleibt noch gesperrt Foto: Flüß

Bauherr von „Hanse Suites“ beantragte Verlängerung der Sondernutzung

Winterhude Seit dem 2. Mai vorigen Jahres ist die Geibelstraße Ecke Gertigstraße für den Verkehr gesperrt. Grund ist der Antrag eines Bauherrn für den Bau des Mehrfamilienhauses „Hanse Suites“ und den Abriss der Altbebauung auf dem Eckgrundstück Geibelstraße/Gertigstraße (das Wochenblatt berichtete). Da auf dem Baugrundstück kein Platz für die Aufstellung eines Baukranes war, erlaubte das Bezirksamt die Sondernutzung der öffentlichen Verkehrsflächen in der Geibelstraße. Alternativ wären laut Hamburger Senat nur öffentliche Verkehrsflächen in der Gertigstraße hierfür in Frage gekommen: „Dies hätte aber wegen des hier höheren Verkehrssaufkommens und der zentralen Erschließungsfunktion der Gertigstraße erheblich größere Auswirkungen auf die Erreichbarkeit des angrenzenden Quartiers zur Folge gehabt“, so der Senat.
„Die Vollsperrung einer bezirklichen Nebenstraße, wie der Geibelstraße, ist in Ausnahmefällen und temporär vertretbar. Dies gilt insbesondere dann, wenn dort Baukräne platziert und die Umgebungssicherheit gewährleistet werden müssen. Eine Vollsperrung von mittlerweile über einem Jahr aber ist unverhältnismäßig, vor allem weil der Kran bereits wieder abmontiert wurde“, ärgert sich Dennis Thering, CDU-Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft für das Alstertal und die Wallddörfer. „Statt der Geibelstraße nutzen viele motorisierte Verkehrsteilnehmer seither die Forsmannstraße als Ausweichstrecke. Das ist wegen der dort liegenden Grundschule aber höchst problematisch. Als Sofortmaßnahme muss die Geibelstraße umgehend für den Radverkehr und anschließend unverzüglich auch wieder für den motorisierten Verkehr freigegeben werden“, fordert Tehring. Die Freigabe für den Radverkehr ist laut Polizeisprecherin Tanja von der Ahé nicht möglich: „Die Sondernutzungserlaubnis lässt die Straßenfläche zur Privatfläche werden.“ Auch die Hoffnung auf eine unverzügliche Freigabe für den Verkehr besteht nicht. Im Gegenteil: „Die Sondernutzungserlaubnis wurde im Sommer 2015 um zwei Monate verlängert. Anstatt im Juli endet die Genehmigung am 30. September“, erklärt Bezirksamtssprecherin Katja Glahn. (flü)
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