Geschäftsleute sind sauer

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Parken geht in der Maria-Louisen-Straße nur noch auf den Nebenflächen Fotos: Hanke

Neugestaltung der Maria-Louisen-Straße sorgt für heftige Diskussionen

Von Christian Hanke
Winterhude Kürzlich wurde die Maria-Louisen-Straße zwischen Leinpfad und Sierichstraße umgebaut. Radfahrstreifen wurden auf der Fahrbahn markiert, wodurch je eine von zwei Fahrspuren in jeder Richtung wegfiel. Nun ist der Ärger insbesondere unter den Ladeninhabern groß.

In der Fleischerei Rainer Schuster wartet Gerda Schuster, die Frau des Inhabers, auf Kundschaft. Auf die Planer des Bezirksamtes Hamburg-Nord ist sie nicht gut zu sprechen. „Seit dem Umbau haben wir viel weniger Kunden. Die Leute trauen sich nicht mehr kurz zu parken“, erzählt Gerda Schuster. Kein Wunder, denn weder auf noch neben den Radfahrstreifen darf geparkt werden. Das kurzzeitige Zweite-Reihe-Parken am Fahrbahnrand ist weggefallen. Nur noch auf den Nebenflächen zwischen den Bäumen darf das Auto abgestellt werden. „Der Radfahrstreifen ist ein Sonderfahrstreifen. Er darf nicht zugeparkt werden. Auch das Parken daneben auf der Fahrbahn ist nicht gestattet“, erläutert Hartmut Herbst, zuständig für Verkehr im Winterhuder Polizeikommissariat 33 am Wiesendamm. „Der Umbau war nicht sehr förderlich für den Einzelhandel“, bilanziert Gerda Schuster, die sich auch über Staus in der Maria-Louisen-Straße beklagt – wegen der weggefallenen Fahrspur und einer neuen Ampelschaltung an der Ecke Dorotheenstraße. Viel länger müssten Autofahrer aus der Maria-Louisen-Straße von Süden kommend nun warten. Die Ampelschaltung sei aber gar nicht geändert worden, so die Auskunft des Bezirksamtes auf Wochenblatt-Nachfrage. Staus in den Hauptverkehrszeiten werden stadteinwärts über Klärchenstraße und Leinpfad umgangen, berichten dortige Anwohner. Mit weit mehr Geschwindigkeit als Tempo 30.

„Extrem nachteilig“

Ein „lebenslanges Maria-Loui-sen-Straßen-Verbot“ möchte ein anderer Ladeninhaber, der nicht genannt werden möchte, den Umbauplanern am liebsten erteilen. Der Umbau habe sich „extrem nachteilig“ auf den Einzelhandel ausgewirkt: „Das sagt hier jeder.“
Die Zahl der Radfahrer, die hier vobeifahren, sei „überschaubar“, so der Mann, der Radfahrstreifen daher für überflüssig hält. „Stattdessen muss der Lieferverkehr nun mitten auf der Straße halten!“ Was er nicht darf. Und was gefährlich ist für die Radler, die mitunter auf die Fahrbahn ausweichen müssen. „Die Polizei schreibt fleißig auf“, weiß Gerda Schuster zu berichten. Keine Freude also nach dem monatelangen Umbau.
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9 Kommentare
397
Rainer Stelling aus St. Georg | 23.06.2016 | 10:12  
16
S. Heymann aus Harvestehude | 29.06.2016 | 18:41  
10
Helen Klein aus Barmbek | 29.06.2016 | 20:39  
26
Horst Holl aus Winterhude | 29.06.2016 | 21:59  
6
Bernhard Sommerer aus Langenhorn | 30.06.2016 | 08:21  
392
Michael Kahnt aus Barmbek | 30.06.2016 | 12:55  
392
Michael Kahnt aus Barmbek | 30.06.2016 | 12:56  
33
Timo Baumann aus Winterhude | 30.06.2016 | 12:59  
71
Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 16.07.2016 | 01:05  
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