Grindelallee: Neue Radwege

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Sarah Dobelmann findet den Radweg in der Grindelallee „nicht so besonders gut“: „Die Radwege sind viel zu nah an den Gehwegen.“ Fotos: Hanke

Behörde verspricht: Konfliktstellen zwischen Verkehrsteilnehmern minimieren

Hamburg. Radfahren auf der Grindelallee ähnelt oft einem Spießrutenlauf. Vor allem im von stark frequentierten Geschäften geprägten Abschnitt zwischen Grindelhof und Heinrich-Barth-Straße kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern und Fußgängern. Der alte Radweg ist zu schmal, wird aber ebenso viel genutzt wie der Gehweg. „Der Radweg ist zu nah am Bürgersteig. Das ist keine gute Situation“, urteilt Sarah Dobelmann, die gerade in der Grindelallee ihr Rad abstellt. Radler Martin Rahmel findet die Lage „ganz furchtbar“.
Doch Verbesserung naht. Im nächsten Jahr soll der Radweg in der Grindelallee ab Haus Nr. 7 und im nördlich anschließenden Grindelberg bis zur Isestraße neu gestaltet werden, „unter den Gesichtspunkten Verkehrssicherheit, Funktionalität, Komfort, Durchgängigkeit und Befahrbarkeit“, wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation verspricht. Noch steht die Planung nicht. Doch die Behörde kündigt bereits die Ziele der Maßnahme an, nämlich die Radwege dort zu erneuern, wo die Gesamtflächen für Radler und Fußgänger für breit genug gehalten werden. In den Bereichen, in denen dies nicht der Fall ist, werden Fahrradstreifen auf der Fahrbahn markiert. Hier sind die alten Radwege obsolet. Um deren Flächen werden die Gehwege erweitert. Die Radwegebenutzungspflicht, die wegen des schlechten Zustandes der Radwege in der Grindelallee aufgehoben wurde, soll nach dem Um- und Neubau wieder eingeführt werden.
Ganz wichtig ist den Behördenplanern, alle „potenziellen Konfliktstellen zwischen Radfahrern und den anderen Verkehrsteilnehmern“ auf ein Minimum zu reduzieren. Schließlich kündigt die Behörde „die PLAST-gerechte Herstellung aller Furten, Auf- und Ableitungen und Bordabsenkungen“ an. PLAST steht für „Planungshinweise für Stadtstraßen in Hamburg“. Auch „unebene und abgängige Gehwege“ werden erneuert und „der ruhende Verkehr wird der neuen Querschnittsaufteilung angepasst“. Man darf gespannt sein, was diese Behördenankündigugen in der Realtität bedeuten. (ch)
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