Großes Interesse an neuer U-Bahnlinie 5

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Bezirksamtsleiter Harald Rösler (M.) begrüßte die Gäste zum Bürgerdialog über die geplante Trassenführung Archivfoto: Hochbahn
 
In der City Nord und in Barmbek sollen vier neue U-Bahnstationen für die U5 gebaut werden: New-York-Ring, Sengelmannstraße, Rübenkamp und Hartzloh Skizze: Hochbahn

Hochbahn und Stadt Hamburg sprechen mit Bürgern und Anwohnern über die geplante Station in der City Nord

Alsterdorf/City Nord Der Info-Abend zur neuen U5 war gut besucht. Wie berichtet, hatte die Hochbahn zu dieser frühen Bürgerbeteiligung in die Alte Küche am Alsterdorfer Markt eingeladen, um Anwohner nicht erst beim formellen Verfahren vor vollendete Tatsachen zu stellen. In der Diskussion und auf Ideenkarten thematisierten Gäste zahlreiche Fragen, Wünsche und Anregungen. Dieser Abend war Chefsache: Bezirksamtsleiter Harald Rösler begrüßte rund 50 Gäste zum Bürgerdialog über die geplante Trassenführung. Die biete eine zukunftsträchtige Infrastruktur für die Weiterentwicklung der City Nord – mit aktuell 30.000 Mitarbeitern in 300 Unternehmen. Für den „autogerechten Bürostadtteil“ der 1960iger Jahre sehe der bezirkliche „Masterplan City Nord“ künftig eine stärkere Mischnutzung von Arbeiten, Wohnen und Freizeit vor. Dem entspreche auch der aktuelle Neubau eines Hotels mit 18 Geschossen. Die „nächste spektakuläre Veränderung“ böten – nach Abriss der Postpyramide – neue Büros sowie Wohnungen für 1.000 neue Bewohner. „Die U5-Haltestelle New-York-Ring wird inmitten der City Nord zentral erreichbar sein: sowohl für Bewohner, Büroarbeiter als auch für Stadtparkbesucher.“ bekräftigte Rösler. Die U5 sei eine große Chance für die City Nord. Systementwickler Michael Heidorn und Bau-Ingenieurin Stephanie Holk, beide von der Hochbahn, präsentierten die nach einer Machbarkeitsstudie favorisierte Trassenführung. Von Steilshoop kommend, befahre die U5 die Haltestellen Hartzloh, Rübenkamp, Sengelmannstraße und New-York-Ring in zwei langgezogenen Kurven. Auch die auf dem Gleisdreieck neben dem neuen Busbetriebshof reservierte Fläche zur U-Bahn-Wartung sei auf dieser Trasse leicht zu erreichen. Die Hauptsorgen der Gäste konzentrierten sich auf die Haltestelle Sengelmannstraße, schon vor langem als Reservestation mehrgleisig ausgelegt. Etliche Fragen zum Lärmschutz müsse ein Gutachter im Vorwege klären, dies laufe anders als bei der Güterumgehungsbahn. Denn die Deutsche Bahn habe erst nachträglich Schallschutzwände installiert, unter Kostenbeteiligung der Anwohner. Ebenso sei der Lärmschutz an der Haltestelle zu bedenken, da sie über der Erde liege: etwa indem sie überdacht wird? Auch bei „verdoppeltem U-Bahn-Betrieb, tagsüber im 2,5-Minuten-Takt“, wie eine Anwohnerin kalkuliert hatte, würden Lärmschutzregeln eingehalten, versicherte Michael Heidorn, mit besten Erfahrungen beim Bau der U4 durch die Innenstadt. Zudem sei mit den angrenzenden Kleingartenflächen im Gebiet sorgsam zu verfahren, legten Anwohner den Hochbahnreferenten nahe. (wh)

Der Dialog wird zunächst online fortgesetzt auf: Hochbahn Blog

Info:


Wie die Hochbahn vermeldet, werden schon in den kommenden Tagen entlang der vorgesehenen U5-Bahn-Trasse die Bodenverhältnisse durch Probebohrungen näher untersucht. Die Ergebnisse sollen wichtige Erkenntnisse für die Vorentwurfsplanung liefern. Insbesondere für den Bau der Haltestellen, der in offener Bauweise erfolgen soll, muss die Baugrundzusammensetzung im Vorfeld analysiert werden, um Überraschungen zu vermeiden. Parallel zu den Bohrungen in Barmbek-Nord werden die entsprechenden Baugrunderkundungen auch in Bramfeld und Steilshoop sowie in der City Nord durchgeführt. Bis zu 40 Meter tief wird für die Baugrundaufschlüsse in den Hamburger Boden gebohrt. Pro Bohrstelle sind etwa drei bis vier Tage veranschlagt. In Barmbek-Nord beginnen die Bohrungen im Bereich Hartzloh am 6. Oktober, der Bereich Rübenkamp folgt in der zweiten Oktoberhälfte. Die Bohrungen finden – laut Hochbahn mit einigen Ausnahmen – tagsüber auf öffentlicher Fläche statt.

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