Guck mal, wer da wohnt!

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Kim Mahler (23) freut sich über die gute Infrastruktur der City Nord Foto: gm
 
Luftbild: GIG City Nord GmbH

Die City Nord wird zum günstigen Geheimtipp für Wohnungssuchende

Von Gina Müller
Hamburg. „Biete Zwei-Zimmer-Wohnung im Mexikoring in der aufstrebenden City Nord, 39 Quadratmeter für 450 Euro kalt“: Solche und ähnliche Immobilienanzeigen sind derzeit bei Wohnungssuchenden gefragt. Bürowolkenkratzer, Betonwände, dazwischen etwas Grün und das Ganze umrahmt von Hauptverkehrsstraßen wie Überseering oder Kapstadtring. Dieses Bild der City Nord stimmt 50 Jahre nach der Fertigstellung der „Bürostadt im Grünen“, wie das Motto damals wie heute lautet, nicht mehr so ganz. Das 117 Hektar große Areal ist nicht mehr nur zum Arbeiten, sondern auch zum Schlafen da.
Seit März lebt Studentin Kim Mahler am Möringbogen. Die 23-Jährige hatte zuvor in Barmbek gewohnt, bis sich ihre WG auflöste. „Meine Schwester gab mir den ,Geheimtipp‘ City Nord“, erzählt sie. Die neue Bleibe sei bezahlbar und mit der U-Bahn-Haltestelle Alsterdorf um die Ecke bestens angebunden.
Auch Student Raphael Tietz (24) schätzt die U-Bahn-Nähe: „Ich sage Freunden einfach, dass ich in Alsterdorf, Richtung City Nord wohne.“ Ursula Geistlich (67) fühlt sich schon seit 37 Jahren in der City Nord zuhause. Sie strahlt als sie sagt: „Wie Sie hören, hören Sie nichts.“ Sie reiht sich mit dieser Meinung in den Tenor der Anwohner ein: wenig Lärm (vom Ring-Verkehr bekommt man wenig zu hören), Stadtparknähe, bester Nahverkehr, familienfreundliche Angebote wie Spielplätze und drei Kindertagesstätten. Als kleines Manko werden die wenigen Einkaufsmöglichkeiten und der – den Studenten – fehlende Trubel genannt. Seit 2012 hat mit Möbel-Trendsetter „Die Wäscherei“ zwischen Ergo, Allianz oder Vattenfall auch endlich Lifestyle Einzug gehalten, Café mit Sonnenterrasse inklusive.
Dass die City Nord zunehmend Anklang findet, zeigen auch die Zahlen. Laut Melderegister wohnten hier Ende 2013 rund 2.500 Menschen, knapp 100 Einwohner mehr als noch im Vorjahr. Auch Makler wie beispielsweise das Team Miete der „Hamburg Housing Birte Kruse Immobilien“ bestätigen das gestiegene Interesse. Die City Nord ist Winterhude/Alsterdorf „light“. Die Mieten seien in den vergangenen Jahren leicht gestiegen, lägen durchschnittlich derzeit zwischen elf und dreizehn Euro pro Quadratmeter. Auch eine „Pension City Nord“ hat inzwischen eröffnet, mit 58 Euro pro Doppelzimmer und Nacht mit Schnäppchen-Bettchen. Attraktiv ist vor allem das, was zwischen Tchibo, alter Oberpostdirektion oder Edeka liegt: der City Nord Park. Das acht Hektar große Grün lädt Frisbee-Golfer ein, Hundebesitzer und Spaziergänger.
Das Potenzial hat auch die Stadt erkannt. Seit 2007 ist mehr Wohnbebauung im Randbereich in der Überlegung. Geplant ist die Aufstellung des Bebauungsplanes Winterhude 70, der etwa 50 Wohnungen vorsieht. Die Bürgerbeteiligung ist seit Ende 2013 abgeschlossen, nun sind die Träger öffentlicher Belange am Zug. Das Konzept der „Bürostadt im Grünen“ wird dabei jedoch laut Hans-Peter Boltres, Fachamtsleiter der Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirk Hamburg-Nord, im Grundsatz beibehalten. Die City Nord wird also ein Geheimtipp für private Mieter bleiben.
Tipp: Am 9. Oktober, 16 Uhr findet eine Führung im Haus Vattenfall statt, Überseering 12, Informationen im Internet unter city-nord.eu/kultur/architekturrundgaenge
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