Gymnasiasten helfen in Südafrika

Anzeige
Einer der Höhepunkte der Südafrika-Reise der Hege Helping Hands: das Kap der Guten Hoffnung. Foto: Hanke

Schülerinnen und Schüler bauten eine Werkstatt im Township bei Kapstadt

Eppendorf. Sie möchten am liebsten gleich wieder hin, wären zu gern geblieben, in Südafrika. Sechs Schülerinnen und vier Schüler des Gymnasiums Eppendorf aus den zehnten bis zwölften Klassen und ihr Leiter, Norbert Grote, sowie die Schuleiterin Maike Languth schwärmen seit Kurzem von dem Land am Kap der Guten Hoffnung. Dort, nicht allzu weit von dem berühmten Kap, hat die Gruppe aus Eppendorf beim Bau einer Werkstatt für Jugendliche aus den Townships mitgeholfen. Die erste Reise der Hege Helping Hands, der Schülerorganisation am Gymnasium Eppendorf, die sich für soziale Projekte engagiert. Finanziert durch deren Sammlungen und Aktionen sowie durch Spenden der Eltern. Vermittelt durch TV-Moderator Florian Krämer, der sich seit 2003 für Township-Kinder und -Jugendliche in Südafrika einsetzt. Die von ihm gegründete Musikgruppe Zabalaza aus vergewaltigten und verwaisten Township-Jugendlichen gastierte schon mehrmals im Gymnasium Eppendorf.
Drei Wochen lang lebten und arbeiteten die Eppendorfer Schülerinnen und Schüler in der Nähe von Kapstadt und lernten obendrein auch Land und Leute kennen. Safaris, Ausflüge, Baden im Atlantik - war neben der Arbeit noch möglich. Aber im Mittelpunkt stand die Werkstatt, an dessen Bau die Eppendorfer Truppe unter Anleitung erfahrener Handwerker mitwirkte.
1435,5 Quadratmeter Wandfläche haben sie gestrichen und 135 Quadratmeter Dachfläche verlegt. Untergebracht waren die Eppendorfer in einem Badeort nahe Kapstadt. „Wir haben wie eine Familie zusammengelebt, haben zusammen gekocht, Aufgaben verteilt und gearbeitet“, erzählt Norbert Grote. Auch das politische Umfeld haben sie kennen gelernt, sind zum Besipiel durch ein Township gefahren. „Jeden Tag kommen 1000 Hütten dazu. Über eine Million Menschen leben in diesem Township“, berichtet Norbert Grote. Bedroht hat sich die Schülergruppe nie gefühlt. „Wir hatten keine Angst. Ich habe mich durchgehend sicher gefühlt“, erzählt die 17-jährige Marie Baumgarten, einer der Schülerinnen. Ein besonderes Erlebnis hatte die ebenfalls 17-jährige Lena Rindsfus. Sie traf eine der Zabalaza-Sängerinnen wieder, die während der Tournee in Eppendorf bei ihr gewohnt hatte.
Noch schwelgen die zehn Eppendorfer Schülerinnen und Schüler in Erinnerungen an Südafrika, doch die nächste Reise ist schon geplant. In dieselbe Region soll es 2013 gehen, nach Namibia. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige