Hamburg: 675 neue Wohnungen in Barmbek

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Barmbek Die Sportler des HSV Barmbek-Uhlenhorst sind die ersten, die einpacken müssen. Spätestens im Frühjahr 2015 werden Vereinsheim, Geschäftsstelle und Umkleiden platt gemacht, der Rasen wird zur Baustelle. Der Wilhelm-Rupprecht-Platz liegt auf einem insgesamt rund zehn Hektar großen Gelände, auf dem die Stadt Hamburg ein neues Wohnquartier geplant hat. Zwischen Dieselstraße, Schlicksweg und Steilshooper Straße, Wittenkamp, Ivensweg und der Grünanlage Wendebecken Langenfort sollen 675 Wohnungen gebaut we
 
„Ein Teil der Gärten bleibt erhalten, weitere sollen innerhalb des Gebietes verlagert werden“, sagt Sven Petersen

HSV-Sportplatz muss schon im Frühjahr 2015 weichen. Gärten werden kleiner

Hamburg-Barmbek. Die Sportler des HSV Barmbek-Uhlenhorst sind die ersten, die einpacken müssen. Spätestens im Frühjahr 2015 werden Vereinsheim, Geschäftsstelle und Umkleiden platt gemacht, der Rasen wird zur Baustelle. Der Wilhelm-Rupprecht-Platz liegt auf einem insgesamt rund zehn Hektar großen Gelände, auf dem die Stadt Hamburg ein neues Wohnquartier geplant hat. Zwischen Dieselstraße, Schlicksweg und Steilshooper Straße, Wittenkamp, Ivensweg und der Grünanlage Wendebecken Langenfort sollen 675 Wohnungen gebaut werden. Rund 60 Prozent davon öffentlich gefördert. Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord hat dem entsprechenden Bebauungsplan-Entwurf Barmbek-Nord 11 jetzt zugestimmt.

Auf den insgesamt fünf Baufeldern liegen der Neubebauung allerdings noch einige Steine im Weg. Allen voran und ganz zentral die alte Schiffbauversuchsanlage, die sich einmal quer durch das Gelände zieht, vom Schlicksweg bis hin zum Wendebecken, das früher selbst einen Teil der ehemaligen Forschungsanstalt darstellte. Die Backsteinhallen, in denen seit 1957 Lager, Probebühne und Werkstätten der Staatsoper untergebracht sind, sollen komplett abgerissen werden. Der Opernfundus zieht um auf ein aufgelassenes Bahngelände in Rothenburgsort. Erst noch zeigen wird sich das Ausmaß an Altlasten und Kampfmitteln, die aufwändige Bodensanierungsmaßnahmen nötig machen könnten. „Im Plangebiet muss noch mit dem umfangreichen Vorhandensein von Bombenblindgängern aus dem II. Weltkrieg gerechnet werden“, heißt es im Bebaungsplan-Entwurf.
Einige Gärten kleiner
Die Schrebergärtner des Kleingartenvereins Am Grenzbach gehen deshalb davon aus, dass sie ihre Parzellen noch über die kommende Saison hinaus beackern können. „Es wurde uns zugesagt, dass wir erst gehen müssen, wenn wirklich mit den Baumaßnahmen begonnen wird“, erklärt ihr Erster Vorsitzender, Sven Petersen. Damit soll jahrelangem Brachliegen von Kleingärten, wie an anderen Stellen in Barmbek, vermieden werden. Außerdem soll ein Teil der Gärten erhalten bleiben. Andere sollen innerhalb des Gebietes neu angelegt werden. „Die Anzahl der Kleingartenparzellen wird annähernd gleich bleiben, genaueres hierzu werden wir aber erst wissen, wenn das Konzept fertig ist“, sagt Ingo Borgwardt, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Bezirksamt Hamburg-Nord. Unvermeidlich werde es aber sein, dass einige Kleingärten ihre Fläche verringern müssten.
Neuer Sportplatz
Die Sportler des HSV Barmbek-Uhlenhorst rüsten sich derweil für den anstehenden Umzug. Der Erste Vorsitzende des Vereins, Frank Meyer, hat sich damit abgefunden, dass die traditionsreiche Sportanlage, die 1925 an der Steilshooper Straße eingeweiht wurde und 5.000 Zuschauern Platz bietet, aufgegeben werden muss, denn für die Sportler gibt es ganz in der Nähe Aussicht auf Neues: Zwischen Dieselstraße und Bramfelder Straße, auf einem bislang von der Stadtteilschule Barmbek genutzten Gelände, ist bereits ein neuer Sportplatz in Vorbereitung. „Die Verlegung an den neuen Standort macht uns viel Arbeit, bietet uns als Verein aber auch Möglichkeiten, die wir so sonst nicht gehabt hätten“, meint Meyer, der schon die kommende Spielsaison unter der neuen Adresse eröffnen will. (cb)
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