„Hamburg ist wie Nachhausekommen“

Anzeige
Seinem Doktorvater Professor Dr. Matthias Hort (l.) überreichte Astronaut Alexander Gerst ein Andenken an seine „Blue Dot“-Mission Foto: Hanke

Astronaut Alexander Gerst im Deutschen Klimarechenzentrum an der Bundesstraße zu Gast

Rotherbaum Hoher Besuch im Deutschen Klimarechenzentrum an der Bundesstraße: Astronaut Alexander Gerst, der in Hamburg studiert hatte, berichtete von seinem rund fünfmonatigem Aufenthalt auf der Raumstation ISS, der Mission „Blue Dot“, benannt nach dem „pale blue dot“ (blassblauer Punkt). So hatte der Astronaut Carl Sagan einmal die Erde, vom All aus gesehen, bezeichnet. Der Vulkanologe und Geopysiker Gerst zählt seit 2009 zum Astronautenkorps der European Space Acency (ESA).

Elfter Deutscher im All


Als elfter Deutscher im Weltall flog Gerst an Bord eines russischen Sojus-Raumschiffs mit einer Geschwindigkeit von 28.800 Stundenkilometern zur ISS-Raumstation, die in einer Höhe von 400 Kilometern die Erde umkreist.
Da geht es recht gemütlich und entspannt zu. „Die Schwerelosigkeit ist nicht so auffällig, wie man denkt. Man gewöhnt sich innerhalb weniger Tage daran“, erzählte Alexander Gerst. Der Körper verändert sich nicht. Gersts Haut wurde sogar jünger, stellten Mediziner nach dem Raumflug fest. Die Privatsphäre bleibt gewahrt: Gespräche werden nicht mitgeschnitten. Videokameras betätigen die Astronauten selbst. Die Entfernung von der Erde schweißt die Crew zusammen. „Je weiter man von der Erde entfernt ist, umso mehr fühlen sich alle einfach als Erdbewohner“, erzählte der Astronaut.
Alexander Gerst freute sich sehr, wieder einmal in Hamburg zu sein. „Nach Hamburg zu kommen ist für mich wie Nachhause kommen. Hamburg ist meine Heimatstadt“, strahlte der freundliche Astronaut, der aus Baden-Württemberg stammt. Weil er in Hamburg die Antarktisforschung, mit der er sich bereits beschäftigt hatte, und die Vulkanologie kombinieren konnte, wählte er diese Stadt. Auf die Frage, ob er noch einmal in den Weltall fliegen wird, konnte er bei seinem Besuch in der Bundesstraße noch nichts sagen. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige