Hamburg: Jetzt gibt es auch Kleidung

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Sortieren gespendete Kleidung für die Gäste des Borsteler Tischs: Eike Schröder, Renate und Dr. Jürgen Röben (v.l.). Sie benötigen dringend Unterstützung Foto: Hanke

Borsteler Tisch erweitert sein Angebot – Team sucht dringend Verstärkung

Hamburg. Der Borsteler Tisch zur Versorgung Bedürftiger wird sehr gut angenommen (das Wochenblatt berichtete) – und versorgt seine Gäste nicht nur mit Lebensmitteln. Auch Bekleidung können die Notleidenden hier bekommen. Zu diesem Zweck wurde die Kleiderkammer des Jakob-Junker-Hauses der Heilsarmee, in deren Räumlichkeiten der Borsteler Tisch angeboten wird, um diese Aufgabe erweitert.
Jeden Mittwoch zwischen 11 und 15 Uhr, während der Borsteler Tisch im ‚Café Begegnung‘, hinter dem Jaob-Junker-Haus, Lebensmittel anbietet, können die Gäste auch die Kleiderkammer im Keller des Hauses besuchen, um sich jeweils eine Jacke, eine Jeans und ein Paar Schuhe auszusuchen. Wenn von einer Kleidungsart mehr vorhanden ist, darf auch mehr mitgenommen werden wie beispielsweise große Männerhosen. Andere Artikel wie kleine Frauen- und Männergrößen, sind dagegen besonders rar.

Dienstag wird vorsortiert

Mittlerweile wird aber so intensiv gespendet, dass die vier ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen dringend Unterstützung brauchen. „Wir kommen einfach nicht hinterher“, erzählt Renate Röben, eine der vier, die sich für die Kleiderkammer gemeldet hatten. Sie versehen abwechselnd am Mittwoch zwischen 11 und 15 Uhr ihren Dienst, müssen dabei sowohl die angelieferten Spenden sortieren als auch die Interessenten bedienen. Das ist in so dünner Besetzung kaum zu schaffen. „Wenn wir kommen, steht hier alles voll mit Säcken, die erst einmal sortiert werden müssen. Einiges ist nicht zu gebrauchen“, sagt Renate Röben.
In der letzten Woche hat sie zusammen mit einer Kollegin und ihrem Mann schon am Montag begonnen, zu sortieren und die Kleidung ordentlich ins Regal zu legen. Doch Verstärkung muss her. „Wir benötigen vier bis sechs Personen, die hier mitarbeiten“, sagt Renate Röben. Zwei müssten schon am Dienstag sortieren, damit am Mittwoch zur Ausgabe alles fertig ist.
Aber nicht alle können diese ehrenamtliche Arbeit machen. „Hier ist eine hohe Sozialkompetenz und viel Geduld im Umgang mit den Bedürftigen gefragt“, erklärt Renate Röben. Weitere Voraussetzungen für diesen Job sind aber auch Durchsetzungsfähigkeit, die Fähigkeit sich an gegebene Situationen anzupassen und ein Gespür für Kleidergrößen. Schließlich darf der Bewerber keine Stauballergie haben und er darf keine Scheu haben, sich „mit Händen und Füßen“ zu verständigen. Denn den Borsteler Tisch besuchen auch Flüchtlingsfamilien, die kein Deutsch verstehen.
Wer sich angesprochen fühlt, und Zeit für die überschaubare Arbeit in der Kleiderkammer erübrigen kann, sollte sich an Maren Siewert im Jakob-Junker-Haus wenden, die für den Borsteler Tisch zuständig ist (Tel.: 514 314 20). (ch)
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