Hamburg: Mehrgenerationen-Haus geplant

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Diese Fachwerk-Villa - zuletzt als Restaurant genutzt – wird bald abgerissen Foto: Flüß

Altes Fachwerkhaus wird abgerissen. Bäume sollen bleiben

Hamburg-Alsterdorf. In der Alsterdorfer Straße 303 ist ein Mehrgenerationen-Wohnhaus mit zum Teil rollstuhlgerechten Wohnungen geplant. Dafür wird das Fachwerkhaus, das zuletzt ein chinesisches Restaurant beherbergte, abgerissen.
In dem Bebauungsplan Alsterdorf 8 aus dem Jahr 1969 sei hier eine Kirche mit Pastorat vorgesehen, so das Bezirksamt Hamburg-Nord. „Wie an der Nutzung des Gebäudes Alsterdorfer Straße 303 in den letzten Jahren festzustellen war, passt diese Ausweisung zumindest nicht mehr für den gesamten Eckbereich.“ Unter Denkmalschutz steht das Haus anders als die benachbarte Martin-Luther-Kirche und der Glockenturm jedoch nicht.

Eine besondere Herausforderung stellen laut Bezirksamt bei der Umsetzung der Planung der in großen Teilen schützenswerte Baumbestand auf dem Grundstück dar. „Das Haus hat schon vor dem Krieg als Bierlokal „Stege“ existiert“, so Gerhard Schultz vom Alsterdorfer Bürgerverein. Anstelle der Veranda und auf dem heutigen Parkplatz lag damals ein Biergarten, in dem auch der Bremer Bürgermeister Wilhelm Kaisen verkehrte. „Wilhelm Kaisen hat seine Kindheit in Alsterdorf verlebt. Er ist mit dem späteren Gastwirt zur Schule gegangen und war mit ihm befreundet“, so Schultz. Nachdem Stege sein Lokal in den 1970er Jahren aufgeben musste, zogen zunächst das Restaurant „Goldener Stern – la bonne auberge“ und später das chinesische Restaurant „Bao-Yen“ ein. (flü)
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