hamburg: Schottmüller – korrigiert

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Ulrike Sparr, Vorsitzende des Regionalausschusses Eppendorf/Winterhude, und Bezirksamtsleiter Harald Rösler, enthüllten das neue Erläuterungsschild für die Schottmüllerstraße

Statt Nazi-Arzt ist jetzt Widerstandskämpferin Namensgeberin für Eppendorfer Straße

Hamburg. Nun ist es amtlich. Die Schottmüllerstraße hat eine neue Namensgeberin. Wie gemeldet, hat die Straße, die 1937 nach dem UKE-Arzt Hugo Schottmüller benannt wurde, jetzt ihren Namen von der Künstlerin und Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime, Oda Schottmüller (1905-1943), die 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde. In einer kleinen Feierstunde wurde das neue Erläuterungsschild zum Namensschild an der Ecke Lenhartzstraße von Bezirksamtsleiter Harald Rösler und von der Vorsitzenden des Regionalausschusses Eppendorf/Winterhude, Ulrike Sparr, enthüllt. Die Ausschuss-Vorsitzende erläuterte den Änderungsgrund. Der renommierte Bakteriologe Hugo Schottmüller (1867-1936), der den Paratyphus entdeckte, war NSDAP-Mitglied und hatte einen Aufruf von Wissenschaftlern zugunsten von Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus unterschrieben. Darauf hatte ein engagierter Bürger, Parsifal von Pallandt, hingewiesen, und Oda Schottmüller als neue Namensgeberin vorgeschlagen, eine Tänzerin und Bildhauerin, die während des Dritten Reiches die Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ unterstützte. Parsifal von Pallandt befestigte in Gedenken an die von den Nazis Ermordete rote Rosen am Mast des Straßenschildes. (ch)
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