Hamburg setzt „Baustellenmanager“ ein

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Baustellen in der ganzen Stadt sorgten im vergangenen Jahr für Verkehrschaos Foto: wb

Mit der neuen „Stabsstelle für Verkehrs- und Baustellenkoordination“ will die Stadt Verkehrschaos verhindern

Von Michael Hertel
Hamburg
Der A7-Verkehrskoordinator für Hamburg und Schleswig-Holstein, Gerhard Fuchs (74), geht in den Ruhestand. Gleichzeitig wird die Pionierarbeit des früheren Wandsbeker Bezirksamtsleiters fortgesetzt und in der Form einer „Stabsstelle für Verkehrs- und Baustellenkoordination“ sowohl funktionell als auch personell ausgeweitet. Ziel ist es, so der Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Frank Horch, „die Beeinträchtigungen durch Baumaßnahmen auf Straßen und Autobahnen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten“. Die neue Stabsstelle ist demnach nicht mehr nur für die Koordinierung der Großbaustellen der Autobahn 7 sondern für alle Fernstraßen im Großraum Hamburg zuständig. Dabei wird viel Wert auf die Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein und dem Norden Niedersachsens gelegt. Gerhard Fuchs gibt den Staffelstab an eine neue Doppelspitze weiter: Carsten Butenschön (47), Geschäftsbereichsleiter beim Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), wird dabei in Sachen Kommunikation von Christian Merl (45) unterstützt. Der frühere Konzernsprecher beim Verlagshaus Gruner + Jahr war zuletzt bei der an der A 7 tätigen Projektgesellschaft Via Solutions Nord für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Abstimmung optimieren

Die neue Stabsstelle soll die Abstimmung von Straßenbaumaßnahmen auf den Fernstraßen im Großraum Hamburg optimieren helfen. Dabei ist neben einer engen Zusammenarbeit verschiedenster Behörden ein transparenter Infopool notwendig, der mit Hilfe einer neuen Software realisiert werden und Klarheit schaffen soll. Gerhard Fuchs war im April 2014 zum A7-Baustellenkoordinator bestellt worden. Diese Funktion war im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) geschaffen worden. Der Ende 2015 auslaufende Vertrag mit dem früheren Bezirksamtsleiter (2001 bis 2007) wurde dann noch um ein Jahr verlängert. In seiner Funktion war Fuchs Ansprechpartner für Kammern, Verbände, Betriebe und Bürger. Fuchs zum Wochenblatt: „Es handelte sich in erster Linie um eine vermittelnde Tätigkeit. Man war mit den verschiedenen Ansprechpartnern immer auf der Suche nach der besten Lösung.“ Die äußerst positiven Erfahrungen aus dieser Tätigkeit, so ist aus dem Hause des Verkehrssenators zu hören, werden nun auch in die Arbeit der Stabsstelle einfließen, die ihre Tätigkeit bereits im ersten Quartal des neuen Jahres aufnimmt.
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