Hamburger Jungs mit Hochklappdings

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Von links: Lenne Kaffka (29), Martin Renner (30) und Jannis Kaffka (32)Foto: Andreas „Bär“ Läsker/wb

Wie die Band „Phrasenmäher“ Songtexte findet. Und Geld fürs neue Album

Hamburg. Besonders in Kneipen dreschen Menschen gerne Phrasen. „Wir schnappen sie auf, mähen sie einmal durch und machen einen Song daraus“, erzählt Musiker Jannis Kaffka (32) von der Band „Phrasenmäher“. Bei einem Kneipenbesuch von Jannis Kaffka mit seinen Band-Kollegen Lenne Kaffka und Martin Renner ist aus dem „Hochklappdings“ an Mützen so nicht nur ein Lied, sondern auch das Markenzeichen der Band geworden. „Das prangt als Aufkleber auf Schranken, Klodeckeln und Laptops“, erzählt Lenne Kaffka stolz. Die Band hatten die beiden Kaffka-Brüder aus Eppendorf 2003 noch zu Schulzeiten gegründet. Als die ehemaligen Studenten der Kulturwissenschaft beschlossen, professionell Musik zu machen, stieß Schlagzeuger Martin Renner aus Weimar dazu.

Alle drei wohnen in Winterhude rund um den Stadtpark und sind mit dem Fahrrad schnell im Wandsbeker Probenraum. Hier entstanden schon Alben für Independent- und ein etabliertes Plattenlabel. Im Sommer 2014 erlangten sie Hamburgweit Berühmtheit, weil sie auf Radio Hamburg nach jedem Deutschland-Spiel den offiziellen WM-Song des Senders umtexteten. Seit Anfang des Jahres stehen sie außerdem mit dem mehr als 90-minütigen und damit längsten veröffentlichten Song der Welt im Guinness-Buch der Rekorde und teilten schon mit Milow, Frida Gold, Bela B. und den „Fantastischen Vier“ die Bühne. Der Manager der „Fantastischen Vier“, Andreas Läsker war es auch, der „Phrasenmäher“ im Radio hörte und entdeckte. „Das ist schon eine kleine Märchen-Story. Plötzlich fanden wir uns im Tigerenten Club und bei Stefan Raab in TV Total wieder“, freut sich Lenne (29).

Trotz steiler Karrierleiter und großer Fan-Gemeinde ist der Weg zum neuen Album aber steinig: „Es wird immer schwerer, mit Musik Geld zu verdienen“, stellt Lenne Kaffka fest. Deshalb geht die Band nun neue Wege: Noch bis zum 5. Dezember ruft sie Fans und Unterstützer auf www.startnext.de/phrasenmaeher zur Geldspende fürs neue Album auf. Dafür gibt’s nicht nur neue Songs, sondern auch persönliche Grußworte, Wohnzimmer-Konzerte oder einen Studiobesuch bei der Band – je nach gespendeter Summe. „Mit dem Crowdfunding können Fans mit wenig Geld die Zukunft der Band sichern“, so Martin Renner (30). Ein Drittel des Albums ist bereits finanziert. Wer die Musiker vor dem Spenden erst einmal live hören möchte, hat dazu am 29. November im Nacht-Speicher auf St. Pauli Gelegenheit. (flü)
hochklappdings.de
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