Hamburgerin hat Nachbarin vor Betrug bewahrt

Anzeige
Belohnung für die Verhinderung eines Trickbetruges: Thekla O. erhielt auf dem PK 33 von PK-Leiter Timo Zill eine Uhr und einen Becher Foto: Hanke

Winterhuderin alarmierte die Polizei, als Verdächtige 94-Jährige begleiteten

Winterhude. Thekla O. wurde stutzig, als sie zwei Männer mit einer älteren Dame in einem Hauseingang verschwinden sah. Die Männer trugen die Einkaufstaschen der 94-Jährigen, die davon sichtlich überrascht war. Thekla O. alarmierte die Polizei. Volltreffer!
Die beiden hilfreichen Träger entpuppten sich als Trickbetrüger, die sich noch in der Wohnung der alten Dame befanden, als die Polizei eintraf. „Sie wollten der Dame Teppiche verkaufen und hatten sie nach Wertgegenständen ausgefragt“, erzählt Timo Zill, der Leiter des Polizeikommissariats 33 (PK 33) am Wiesendamm. Nur der Aufmerksamkeit von Thekla O. war diese Festnahme zu verdanken. Deshalb erhielt die Winterhuderin kürzlich auf dem PK 33 eine Uhr und einen Becher mit dem Emblem der Polizei. Dabei betonte Timo Zill, dass gute und aufmerksame Nachbarschaft zur Prävention der stark verbreiteten Trickbetrugsdelikte und auch der Wohnungseinbrüche beiträgt.
Die Polizei hat deshalb die Kampagne „Nachbarschaft schafft Sicherheit“ gestartet, in der zur genauen Beobachtung und zum Handeln im nachbarlichen Umfeld aufgefordert wird. „Nachbarn sollten zum Beispiel Personen im Haus, die sie noch nie gesehen haben, ansprechen und fragen, ob sie ihnen helfen können. Das verunsichert Trickbetrüger und Diebe und hält sie von geplanten Taten ab. Das ist die beste Prävention“, erläutert Timo Zill. Oder einfach 110 wählen. „Lieber einmal zu viel als zu wenig“, rät der PK-Leiter. Immer wieder fallen meist ältere Menschen auf Trickbetrüger herein, die bei ihnen klingeln und sich als Vertreter offizieller Institutionen, wie zum Beispiel der Wasserwerke, vorstellen. Wenn sie in die Wohnung gelassen werden, ist es oft zu spät, das Verbrechen zu verhindern. Während der vermeintliche Vertreter der Wasserwerke mit der Wohnungsinhaberin spricht, schlüpft ein zweiter Gauner in deren vier Wände und nimmt Wertgegenstände mit. Unverändert beliebt auch der Enkeltrick: ein Anrufer stellt sich als Verwandter eines älteren Menschen vor, oft als Enkel, und bittet um eine größere Summe Geldes.
Thekla O. war durch eigenes Unglück sensibilisiert worden. Vor einem halben Jahr wurde bei ihr eingebrochen. Mitten am Tage. Sie und ihr Mann waren zuhause. „Wir waren total fertig“, erzählt Thekla O.
Damals hat sie sich vorgenommen, ihre Umgebung genauer zu beobachten. Zum Glück für die 94-jährige Nachbarin. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige