„HamburgIntegriert“ stellt Ziele vor

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Claus Scheide, der erste Vorsitzende des Dachverbands Foto: Hanke

Beiräte in den Stadtteilen sollen mit Bezirksverwaltungen zusammenarbeiten

Harvestehude Nun gibt es zwei Dachverbände für Initiativen, die sich mit der Flüchtlingsproblematik in Hamburg beschäftigen. Nach dem IfI (Initiativen für erfolgreiche Integration Hamburg), der ein Volksbegehren für kleinere Flüchtlingsunterkünfte anstrebt, hat sich der Dachverband HamburgIntegriert e.V. gegründet, der rund 85 Hamburger Initiativen vertritt, die sich um die Integration von Flüchtlingen bemühen. Seine Ziele stellte der neue Verband kürzlich im Wilhelm-Gymnasium vor. Der Verein Flüchtlingshilfe Harvestehude e.V., der sich um Flüchtlinge in der Unterkunft Sophienterrasse kümmert und dem neuen Dachverband beigetreten ist, hatte diesen zentralen Ort vermittelt. HamburgIntegriert will sich um alle Bereiche kümmern, die für eine erfolgreiche Integration notwendig sind, und wirft dem IfI vor, nur die Größe der Unterkünfte im Blick zu haben. „Die Bereitschaft zu helfen, Transparenz und Sachkenntnis sind notwendig“, erläuterte Rechtsanwalt Claus Scheide, der erste Vorsitzende von HamburgIntegriert. Weil insbesondere die Hilfsbereitschaft vom Senat nicht angeordnet werden kann, strebt der Dachverband kein Volksbegehren an. Hamburg-Integriert will Integration gemeinsam mit Institutionen und Helfern realisieren und nicht gegen sie. In Integrationsbeiräten auf Stadtteil- und Bezirksebene soll sie mit den Bezirksverwaltungen zum Beispiel zusammenarbeiten. Auf der Versammlung im Wilhelm-Gymnasium wurde ein Arbeitsstab aus Vertretern aller Bezirke gebildet, der nun Inhalte, Leitlinien und die Arbeitsstruktur formulieren soll. Das erste Fazit von der Flüchtlingshilfe Harvestehude zur Unterkunft Sophienterrasse fällt übrigens sehr positiv aus. „Die Flüchtlinge agieren sehr eigenverantwortlich. Die Fahrradwerkstatt wird sehr gut angenommen“, erzählt Hendrijke Blandow-Schlegel, die erste Vorsitzende des Vereins. (ch)
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