Hamburgs Schwanenvater rettet Graugänse

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Per Boot wird die Gänsefamilie behutsam in Richtung Alster getrieben Foto: Haas
Hamburg: Alsterfleet |

Familie war zwischen zwei Schleusen-Toren gefangen. Olaf Nieß geleitet Tiere in Richtung Alster

Hamburg-City Aufmerksame Passanten haben kürzlich Alarm geschlagen. Schwanenvater Olaf Nieß und sein Team rückte aus mit zwei Booten – verhalf so einem Grauganspaar und seinen drei Gösseln zum Familienglück. Der Nistplatz, den ein Graugans-Paar zwischen Rathaus- und Schaartorschleuse gewählt hatte, war verhängnisvoll für die wenige Tage alten, noch flugunfähigen Flaumknäuel. Als Nestflüchter waren sie gefangen zwischen den Schleusen; dort gibt es weder Futter noch ein Fortkommen zu den nächsten Grünflächen. Ausruhen konnten die Kleinen allenfalls auf den im Wasser liegenden Scheuerbalken.

„Wohnungsnot“ auch bei Gänsen

„Wir trieben die Familie behutsam mit zwei Booten in die rechte Kammer der Rathausschleuse“, berichtete Nieß. Kollegen der Schleusenzentrale hätten kooperiert und öffneten die rechte Kammer der Rathausschleuse. So konnte die gesamte Familie langsam in Richtung Alster paddeln: Mit ihren Grünflächen am Wasser bietet sie das passende Gänse-Biotop. Wohl aufgrund von „Wohnungsnot“ wählten Hamburger Graugans-Paare zunehmend außergewöhnliche Brutplätze. Sie nisten seit Jahren auf Balkonen und Dachterrassen – oder auch auf Bäumen. Nach dem Schlüpfen springen die Küken aus großen Höhen meist schadlos ab und folgen ihren Eltern zum nahen Wasser. Senkrecht gemauerte Uferbefestigungen können die Lütten allerdings nicht kletternd überwinden. (wh)
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