Hilfe für Nepal aus Hamburg

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Erdbeben in Nepal: Die Katastrophe hat das Land an der Grenze zum Himalaya ins Elend gestürzt Foto: Hanseatische Nepalhilfe
 
Dieter und Claudia Otto gründeten vor Jahren den Verein „Hanseatische Nepalhilfe“ Foto: Hanseatische Nepalhilfe

Wie das Ehepaar Otto nach dem Erdbeben zur Hilfe beiträgt

Hamburg 7.200 Tote, unzählige Verletzte, 2,8 Millionen Obdachlose, ganze Dörfer abgeschnitten von der Versorgung mit Hilfsgütern – auch zehn Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal reißen die Schreckensmeldungen nicht ab. Die Katastrophe hat das Land an der Grenze zum Himalaya ins Elend gestürzt.

Un

terstützung für Nepal seit zehn Jahren



Bilder, die Claudia Otto die Tränen in die Augen treiben. „Von vielen meiner Freunde in Nepal habe ich bis heute nichts gehört. Ich hoffe nur jeden Tag, dass sie noch am Leben sind“, erzählt sie mit belegter Stimmte. Bereits vor zehn Jahren hat die 33-Jährige zusammen mit ihrem Mann Dieter und fünf anderen Ehrenamtlichen den eingetragenen Verein „Hanseatische Nepalhilfe“ gegründet. Dieter Otto war als Pilot schon früher oft in dem Land, hatte die großzügige Gastfreundlichkeit und gleichzeitig die Armut gesehen. Er wollte helfen. Claudia Otto hat sich davon schnell anstecken lassen.
Mit dem Verein sammeln die beiden Spendengelder, um soziale Projekte in dem dritte Welt Land zu verwirklichen. Die Unterstützung einer Dorfschule, die Vermittlung von Schulpatenschaften sowie der Bau einer Wasserleitung sind nur einige der Vorhaben, die durch den Verein mit Sitz in Wandsbek schon umgesetzt worden sind. Hierbei gilt das 100-Prozent-Prinzip. „Das Geld, das wir von den Spendern anvertraut bekommen, wird komplett in die Projekte investiert. Unsere Kosten tragen wir selbst“, erklärt die Versicherungskauffrau.

„Das ganze Dorf ist zusammengefallen“


Alle zwei Jahre fliegen die beiden auf eigene Kosten nach Nepal, um sich zu vergewissern, dass das Geld auch richtig eingesetzt wird. Im Rest der Zeit haben sie Vertraute vor Ort, die sich um die Projekte kümmern. Das letzte Mal waren die beiden vor vier Monaten in Gerkhutat, einem Dorf in der Nähe der Hauptstadt Khatmandu, in dem der Verein eine Schule unterstützt. Seit dem Beben wissen sie nicht, was mit den Bewohnern passiert ist. Bisher gibt es keine Informationen weder von Seiten der nepalesischen Regierung noch durch Bekannte. „Wir warten jede Minute auf eine E-Mail oder einen Anruf. Bisher wissen wir jedoch nur, dass das ganze Dorf in sich zusammengefallen ist“, erklärt sie.

Vor Ort helfen


Doch Resignation kommt für die beiden nicht in Frage. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir helfen. Daher versuchen wir über Freunde, Familie, unsere Internetseite und Social-Media-Kanäle wie Facebook zum Spenden aufzurufen, erzählt die junge Mutter, „1000 Euro sind so schon zusammengekommen. Geld, das gerade jetzt dringend gebraucht wird.“ In einem Monat wollen sie und ihr Mann nach Nepal fliegen und sich die Ausmaße des Erbebens anschauen. Dann wollen sie direkt vor Ort entscheiden, was zu tun ist und vor allem herausfinden, was aus dem Dorf und ihren Freunden geworden ist. „Hoffentlich können wir dann alle wieder glücklich in die Arme schließen“, hofft Claudia Otto. (tal)

Spendenkonto: Hanseatische Nepalhilfe e. V.
IBAN: DE90 2005 0550 1261 1204 38
BIC: HASPDEHHXXX
Bank: Hamburger Sparkasse
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