Hubbel statt Verkehrsinsel

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Aktuelle Planung am Mühlenkamp Skizze: BWVI

Bürgerinitiative: Nachgebesserte Planung zum Mühlenkamp-Umbau inakzeptabel

Winterhude Busbeschleunigung und kein Ende! Am 12. Februar – also noch vor dem Wahl-Stichtag – wird es ein Treffen des Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Dr. Andreas Dressel, mit Vertretern der Volksinitiative „Stopp des Busbeschleunigungsprogramms“ geben. Allerdings nicht, wie von den Initiativenvertretern gefordert, direkt vor Ort etwa am Mühlenkamp, an der Langen Reihe oder in der Papenhuder Straße. Ziel des Gesprächs im Rathaus, an dem auch Ole Buschhüter und Martina Koeppen (beide SPD) teilnehmen, ist es, zu prüfen, ob zwischen der Volksinitiative und der SPD-Fraktion ein Kompromiss erzielt und somit der Volksentscheid verhindert werden kann.
Aus Sicht der Volksinitiative gehe es beim Treffen primär darum, die einzelnen Vorschläge, die bei der Sitzung des Verkehrsausschusses am 19. Januar präsentiert worden waren, zu besprechen. „Ergänzend wollen wir auch die konkreten Maßnahmen entlang der Metrobuslinie 6 (Borgweg, Mühlenkamp, Papenhuder Straße / Hofweg und Lange Reihe) und die bevorstehende Bürgerbeteiligung auf der Uhlenhorst besprechen“, so Bernd Kroll, Sprecher der Volksinitiatve wie auch der Bürgerinitiative "Unser Mühlenkamp", zum Wochenblatt. Dies geschehe auch vor dem Hintergrund, dass die vom SPD-Senat in der vorigen Woche für den Mühlenkamp bekannt gegebenen Korrekturen aus Sicht der Initiative „Unser Mühlenkamp“ so nicht akzeptabel seien. „Wir erwarten, dass bis zum Abschluss der Gespräche respektive bis zur Abstimmung über den Antrag der Volksinitiative in der Bürgerschaft am Mühlenkamp keine Bäume gefällt werden und keine neuen Baumaßnahmen am Mühlenkamp beziehungsweise der Langen Reihe begonnen werden“, sagt Kroll. Die versprochenen Nachbesserungen am Mühlenkamp wertet der Winterhuder lediglich als „Teilerfolg“.
Die ursprünglich geplante, stark kritisierte Mittelinsel wird nicht mehr gebaut werden, bestätigt die Verkehrsbehörde. Stattdessen soll im Bereich zwischen Poelchaukamp und Mühlenkamp Nr. 29 ein sechs Zentimeter hoher, „schräg aufgerampter“ Fahrbahnteiler gebaut werden. Der zweite Bauabschnitt im Mühlenkamp ist aktuell vom 7. April bis zum 31. Mai geplant. Zwei Bäume sollen nach wie vor gefällt werden. „Leider hält der Senat unverändert an seiner Planung fest, den Verkehr von der Gertigstraße in die Semperstraße sowie die anderen Wohnstraßen zu verlagern“, bemängelt Kroll. Dieses insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Senat die Straßen Fernsicht /Krugkoppelbrücke zu Fahrradstraßen umgestalten will und somit zukünftig durch den
Poelchaukamp deutlich weniger Autos fahren dürften.
Für die CDU sind die Nachbesserung „nur Kosmetik“. „Diese kleinen Zugeständnisse kurz vor der Bürgerschaftswahl sind vollkommen unglaubwürdig“, meinen Bezirkspolitiker Christoph Ploß und Bürgerschaftsabgeordneter Andreas Wankum unisono. Ploß verweist auf ein internes Senatspapier (liegt auch dem Wochenblatt vor), wonach auch in der Dorotheenstraße (Neuordnung Straßenraum) und am Winterhuder Markt (Busbeschleunigung) bald Umbaumaßnahmen anstehen. „Winterhude droht so ein Verkehrsinfarkt“, ist sich Ploß sicher. (ba)
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