Initiative gegen Flüchtlingsunterkunft Osterfeldstraße

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Die Initiative Eppendorf/Lokstedt, Integration statt Großsiedlung demonstrierte vor dem Bezirksamt Hamburg-Nord Foto: Hanke

Bezirkspolitiker bei Unterbringung von Flüchtlingen nach wie vor uneins

Eppendorf „Integration statt Investorenprofit“, „Bürgerbeteiligung statt Basta Politik“ und „Kleine Wohnanlagen für nachhaltige Integration“ stand auf ihren Plakaten. Rund 50 Mitglieder und Unterstützer der Initiative Eppendorf/Lokstedt, Integration statt Großsiedlung demonstrierten kürzlich vor dem Sitzungssaal des Bezirksamtes Hamburg-Nord gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft Osterfeldstraße, die rund 2.400 Menschen aufnehmen könnte, und fragten in der Bürgersprechstunde der Bezirksversammlung nach. An der Frage, ob kleinere Unterkünfte möglich seien oder nicht, erhitzten sich dabei die Gemüter. In Großsiedlungen könne keine Integration stattfinden, sie seien „bestenfalls eine Aufbewahrung auf Zeit“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Schott. Die Linken stellten heraus, dass sie in der Diskussion um die Unterbringung der Flüchtlinge bezahlbare Mieten für das Haupt-problem halten. „Wir haben seit 15 Jahren eine Wohnungskrise. Es ist ein Gesamtproblem, vernünftige Strukturen für alle Menschen in Hamburg zu finden“, sagte ihre Abgeordnete Angelika Traversin. Eckhard Wersich (CDU) glaubt, dass Eppendorf auch die 2.400 Flüchtlinge in der geplanten Unterkunft Osterfeldstraße aufnehmen kann, hofft aber, dass der zweite Bauabschnitt nicht verwirklicht wird, denn kleinere Unterkünften hätten bessere Chancen. Auf die Frage des Sprechers der Initiative, Rolf Stellermann, ob Eppendorf etwa die Hälfte aller Flüchtlinge im Bezirk Hamburg-Nord aufnehmen kann - wäre so bei voller Belegung Osterfeldtraße - , antwortete Bezirksamtsleiter Harald Rösler: „Wenn nicht in Eppendorf, wo sonst?“ (ch)
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