„Ist bei Dir noch eine Koje frei?“

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Warben mit Gesang um Privatquartiere (von links:) Inge Zimmermann, Sandra Mavropulos, Anne Benz sowie Fredi, Thomas und Henriette Anklam. Foto: Paul-Gerhardt-Gemeinde/hfr

Paul-Gerhardt-Gemeinde wirbt um Gastgeber zum evangelischen Kirchentag

Winterhude. Sie erregten schon Aufsehen mit ihren Bademänteln auf dem verschneiten Winterhuder Marktplatz – und genau das war auch beabsichtigt bei dem „Flashmob“ zur Mittagszeit. Mit Gesang zur Gitarre warb eine Gruppe um Anne Benz aus der Paul-Gerhardt-Gemeinde um Übernachtungsplätze für Kirchentagsbesucher.„Im Mai brauchen wir Betten für die Besucher, die netten. Ist zum Kirchentag im Mai vielleicht bei dir eine Koje frei?“, sang der Flasmob. Sichtlich Spaß an der Aktion hatten Öffentlichkeitsbeauftragte Anne Benz und ihre Mitstreiter Inge Zimmermann, Sandra Mavropulos, Thomas Anklam und dessen Kinder Henriette und Fredi. An Passanten verteilten sie Flyer zu der hamburgweiten Aktion „Koje frei?“, die Bürgermeister Olaf Scholz zusammen mit Bischöfin Kirsten Fehrs am 30. November gestartet hatte. Das eingängige Lied, mit dem die Gruppe auf dem Winterhuder Markt um Quartiere warb, hatte Thomas Anklam eigens getextet. Gesucht werden Privatleute, die für die Dauer des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Hamburg – vom 1. bis 5. Mai 2013 – einen oder mehrere Kirchentagsbesucher kostenlos beherbergen. Von den rund 100.000 erwarteten Dauerbesuchern müssen laut Veranstalter etwa 12.000 in Privatquartieren untergebracht werden. „Die Gäste in Privatquartieren gehören der Altersgruppe ab circa 35 Jahren an, die allein oder zu zweit die Veranstaltung besuchen“, erklärt Anne Benz. „Ein Gästezimmer ist dafür nicht nötig, aber für jeden Gast sollte ein Bett oder eine Liege bereitgestellt werden, auch ein einfaches Frühstück wird erbeten.“ Bei der etwa einstündigen Werbeaktion auf dem Winterhuder Markt hätten zwar nur vereinzelte Passanten ihre Bereitschaft erklärt, jemanden aufzunehmen. „Aber wir haben schon einige Zusagen aus der Gemeinde“, so Anne Benz. Das Kirchenvorstandsmitglied ist selbst begeisterte Gastgeberin. In ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung will sie gleich ein Ehepaar aufnehmen. „Solche Begegnungen mit fremden Menschen finde ich immer besonders spannend und anregend“, sagt Anne Benz. „Auf dem Kirchentag dürfen wir erleben, wie bereichernd Gastfreundschaft und die Begegnung mit anderen Menschen sind. Und manchmal erwachsen daraus auch neue Freundschaften.“ Wer Gastgeber werden will, kann sich über seine Kirchengemeinde anmelden, über die Internetseite Kirchentag oder telefonisch unter
Tel.: 43 09 31-200. (ag)
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