Kampf für Tempo 30 vor Schule

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Ciras Cheik-Sarraf und Meike Heinsohn setzen sich im Elternrat der Grundschule Alsterdorfer Straße für eine Tempo-30-Zone vor der Schule ein. Foto: Hanke

Politiker und Eltern drängen weiter auf Verkehrsberuhigung an Alsterdorfer Straße

Winterhude. Aufregung im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude: Gemeinsam und sehr deutlich haben die Ausschussmitglieder mit Eltern und der Direktorin die Einrichtung einer Tempo-30-Zone vor der Grundschule Alsterdorfer Straße gefordert.

Die Forderung an und für sich ist dabei nicht neu. Sie wurde jedoch angesichts erneuter Ablehnung durch die Behörde nochmals im Regionalausschuss behandelt. Denn weder Eltern und Schulleitung noch die Kommunalpolitiker können – und wollen – die Gründe nachvollziehen, weshalb dieser Forderung eine Vorschrift im Wege steht. Die nämlich besagt, dass eine Tempo-30-Zone vor einer Schule nur dann eingerichet werden kann, wenn der Grund für die Verlangsamung für die Autofahrer direkt erkennbar ist. Das trifft auf die Grundschule Alsterdorfer Straße nicht zu, denn sie liegt im sogenannten Häuserblockinneren und ist nur durch einen Weg mit der Alsterdorfer Straße verbunden.
Doch für die Kinder, so argumentieren Eltern, Schulleitung und Kommunalpoliter unisono, ist es einerlei, ob die Schule direkt an der Straße oder von dort nicht einsehbar ein Stückchen weiter weg im Inneren des Häuserblocks liegt. Die Kleinen seien in jedem Fall auf ihrem Schulweg gefährdet.
Diese Position vertraten die Leiterin der Schule Alsterdorfer Straße, Petra Ludwig, Ciras Cheikk-Sarraf vom Elternrat und Vertreter aller Fraktionen im Regionalauschuss sehr deutlich, nachdem Hartmut Herbst, zuständig für Verkehr im Polizeikommissariat 33 am Wiesendamm, noch einmal mit Nachdruck betont hatte, dass die Tempo-30- Zone vor dieser Schule nicht eingeführt werden könne. Vorschrift sei eben Vorschrift. „Ich kann diese Argumentation überhaupt nicht nachvollziehen. Das kann nicht sein!“, ereiferte sich Petra Ludwig. „Es ist einfach absurd. Diese Verwaltungsvorschrift gehört geändert“, pflichtete ihr Ulrike Sparr von den Grünen bei. „Gerade weil die Schule nicht von der Straße erkannt werden kann, ist es um so dringender, dort Tempo 30 einzuführen“, zeigte sich auch die stellvertretende Ausschussvorsitzende Dagmar Wiedemann (SPD) äußerst empört.

Erregte Debatte

Ihr Parteikollege Thomas Domres schlug schließlich vor, für den ganzen Abschnitt der Alsterdorfer Straße vom Winterhuder Marktplatz bis zum Braamkamp Tempo 30 einzuführen, zumal vor der nicht weit von der Grundschule entfernten katholischen Schule bereits die Geschwindigkeit gedrosselt werden muss.
Am Ende der teilweise erregt geführten Debatte stand ein erneut einstimmig gefasster Beschluss des Regionalauschusses, der Bezirksamtsleiter möge sich für eine Tempo-30-Zone vor der Grundschule Alsterdorfer Straße einsetzen und eine Bitte an die Polizei in Person von Hartmut Herbst: „Helfen Sie uns, dass es anders wird!“ (ch)
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