Kampf um Hamburger Schule

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Die Schule aus den 50er Jahren steht unter Denkmalschutz. Ob er aufgehoben wird, entscheidet sich im Dezember Foto: Hanke

Noch zwei Diskussionsrunden folgen

Hamburg. In einer ersten von drei Diskussionsrunden um die Pläne zur Neubebauung der Flächen des Bezirksamtes Hamburg-Nord an der Kümmellstraße und der benachbarten Schule St. Nikolai an der Robert-Koch-Straße prallten die Gegensätze von Befürwortern und Gegnern wie bisher unversöhnlich aufeinander.
Am 5. und 19. November wird weiterdiskutiert. Im Dezember entscheidet das Denkmalschutzamt, ob es den Denkmalschutz für die Schule St. Nikolai aufhebt oder nicht.
Der Eigentümer des Areals, auf dem das Bezirksamt steht, möchte hier und auf dem Schulgelände rund 300 Wohnungen bauen. Bezirksamt und Schule würden auf verkleinerten Flächen bleiben. Eine Voraussetzung für den Abriss der Schule aus den 1950er Jahren wäre die Aufhebung des Denkmalschutzes. Über vier Varianten der Bebauung wurde in Bezug auf die Schule St. Nikolai gesprochen. Am Ende waren es nur noch zwei. Sie spiegelten die Gegensätze der Diskussionsteilnehmer wieder: Abriss und Neubau der Schule sowie Verkleinerung der Freiflächen mit angrenzenden Wohnungen oder Sanierung der Schulgebäude bis 2017 ohne Wohnungsbau drumherum. Die Schulleitung, die Elternvertreter, die Mehrheit des Planungsbeirates zu dem Bauprojekt, die Initiative Wir-sind-Eppendorf und Karin Haas von den Linken votierten deutlich gegen den Wohnungsbau und für die sofortige Sanierung und Erweiterung der Schule, die mit Beginn dieses Schuljahres vier - statt bisher zweizügig gefahren wird. Der Investor, der Vertreter des Landesbetriebs Immobilienmanagement und der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Domres favorisierten Wohnungsbau-Variante. (ch)
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