Kicken mit Herz

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Michel Dinzey, Rolf Fuhrmann und Elton. Foto: Flohr
 
Auch „Germany‘s Next Topmodel“-Juror Thomas Hayo (hier mit Schiedsrichtergespann (v.l.): Rolf Fuhrmann und Björn Lassen) . war in Eppendorf mit von der Partie. Fotos: Hoyer (2), Flohr (2)

Ärzte des UKE besiegen Promi-Auswahl - 71.500 Euro für herzkranke Kinder

Von Ricarda Twellmann
Eppendorf. Fernsehkoch Tim Mälzer hat in den vergangenen Tagen oft eine ordentliche Portion Spaghetti Bolognese gegessen, Moderator Johannes B. Kerner ist fleißig gejoggt und Ex-Fußballprofi Sergej Barbarez ist sportlich sowieso immer in Form.
Geholfen hat ihnen das gestern bei dem Fußball-Benefizspiel „Kicken mit Herz“ aber überhaupt nichts.
Zum fünften Mal trat im Stadion des SC Victoria eine Mannschaft, bestehend aus Prominenten, gegen eine Ärzteauswahl des Uniklinikums Eppendorf (UKE) an.
Denen war es in den Jahren zuvor nie gelungen, einen Sieg einzufahren. Gestern aber kassierten das Promi-Team eine ordentliche Klatsche. Mit 8:2 schickten die UKEler sie nach Hause.
Rund 4300 Menschen sahen sich das Spiel an. Die gesamten Einnahmen gehen an die Kinder-Herz-Station des Klinikums. Insgesamt kamen 71.500 Euro zusammen.Vorm Anpfiff hatte so manch ein Spieler der Promi-Auswahl noch große Töne gespuckt. „Mit den Ex-Fußballprofis Sergej Barbarez und Hans Jörg Butt in unserem Team sollte eigentlich nichts schiefgehen. Wer hier Mitmenschlichkeit erwartet, ist im falschen Spiel“, sagte „Stern TV“-Moderator Steffen Hallaschka und fügte großmütig hinzu: „Wir holen den Verlierern nach ihrer Niederlage auch ein Bier.“ Der Schauspieler Sebastian Ströbel war ein wenig nervöser als sein Teamkollege. „Durch die kontinuierlich gute Leistung in den Vorjahren lastet schon ein wenig Druck auf uns“, gab er zu. Dabei hatte das Spiel für das prominente Team so gut angefangen. Bereits nach wenigen Minuten gab Schiedsrichter Rolf „Rollo“ Fuhrmann, im richtigen Leben Sportkommentator bei Sky, einen Elfmeter, den Butt souverän verwandelte. Doch schnell holten die UKE-Ärzte auf, machten zum Schluss eine Bude nach der anderen. „Wir haben seit unserer Niederlage im vergangenen Jahr kontinuierlich zweimal die Woche trainiert. Weil wir tagsüber so viel arbeiten, haben wir uns sogar nachts zum Training getroffen. Einige von uns haben ihre Familie schon sehr lange nicht gesehen“,
sagte Thomas Mir, leitender Oberarzt der Kinderkardiologie und Initiator der Veranstaltung, augenzwinkernd. Vielleicht war es aber auch die Wette mit Tim Mälzer, die den sportlichen Arzt dazu anspornte, drei der acht Tore zu schießen. Der Koch hatte vor einer Woche gesagt, er höre mit dem Rauchen auf, wenn Mir ihm „drei Dinger reinmacht“. Nach dem zweiten erfolgreichen Torschuss des Arztes aber ließ sich Mälzer auswechseln. Der Meniskus zwickte. „Ich habe wirklich Schmerzen, eine alte Handballverletzung. Wenn es ernst wird, wollte ich mir eigentlich Schulterschmerzen ausdenken“, so der 41-Jährige. Zum Glimmstängel wird er vorerst weiterhin greifen, spendete dafür aber 3560 Euro. Als für die prominenten Spieler nach dem Torfeuerwerk der Ärzte die Hoffnung auf einen Sieg immer geringer wurde, ernannten sie kurzerhand den Linienrichter Thomas Hayo zum Teammitglied und schickten ihn auf den Platz. „Ich spiele seit meiner frühesten Kindheit Fußball, und auch jetzt kicke ich, so oft es die Zeit zulässt. Und außerdem geht es hier um den guten Zweck, dafür sollte man sich immer einsetzen“, erzählte der Wahl-New-Yorker, der zurzeit wegen des bevorstehenden Finales der Castingshow „Germany‘s Next Topmodel“ in Deutschland ist. Zu seiner angeblichen Liaison mit seiner Komoderatorin Heidi Klum wollte er aber nichts sagen. Schade.
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