Kirche spart

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Die Paul-Gerhardt-Kirche steht nicht zur Disposition. Nur von Teilen des Gemeindehauses könnte sich die Gemeinde trennen Foto: Paul-Gehardt-Gemeinde

Besitz belastet – auch in der Paul-Gerhardt-Gemeinde

Winterhude Die Paul-Gerhardt-Gemeinde muss möglicherweis in den nächsten zehn bis 15 Jahren auf Gebäude verzichten. Der Kirchenkreis Hamburg-Ost plant den Gebäudebestand der Gemeinden in seinem Gebiet, rund zwei Drittel der evangelisch-lutherischen Kirchen in Hamburg, um rund 30 Prozent zu verringern.
Der kontinuierliche Rückgang von Gemeindemitgliedern macht einen langfristigen Einsparplan notwendig. Denn obwohl die finanzielle Situation der Hamburger Gemeinden derzeit relativ unbedenklich ist, will der Kirchenkreis sich für schlechtere Zeiten wappnen. Nur 28,4 Prozent der Bevölkerung im Gebiet des Kirchenkreises Hamburg-Ost sind noch Mitglieder der evangelischen Kirche. Da bisher nur am Personal gespart wurde, stehen nun die Gebäude auf dem Prüfstand.
In einem ersten Diskussionspapier sind die Hamburg-Ost-Kirchengemeinden nach einer Reihe von Kriterien in drei Kategorien eingeteilt worden. Gemeinden von höchster Priorität (A), „förderungsfähige“ (B) und „nicht förderungsfähige“ (C) Gemeinden. Die Eppendorfer Gemeinden St. Martinus und St. Anschar wurden mit einem C versehen. Diese Kategorisierung kritisiert Pastor Felix Moser von der Paul-Gerhardt-Gemeinde, die ebenfalls mit einem C versehen wurde. „Da wird diesen Gemeinden gleich ein Stempel aufgedrückt: wenn irgendwo etwas geschlossen wird, dann bei denen“, findet Moser, der nicht verstehen kann, wieso gerade die Paul-Gerhardt-Gemeinde diesen Buchstaben erhalten hat. Er hält die Gemeinde, deren Mitgliederzahl in den letzten Jahren bei rund 3.000 kosntant geblieben ist, insbesondere in der Kooperation mit dem Alsterbund für gut aufgestellt. „Das Konzept der Regionalisierung ist sehr gut und sollte ausgebaut werden“, so Moser. Er kann sich vorstellen Kirche und Gemeindehaus in einem Raum, in der Kirche, zusammenzulegen. Alles, außer diesem einen Raum wäre verhandelbar. „Der Standort mit Minimalversorgung muss erhalten bleiben“, lautet seine Forderung. (ch)
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Thomas Anklam aus Winterhude | 21.06.2015 | 12:53  
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