Kita-Streiks: Hamburger Eltern in Not

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Auch Erzieher und Erzieherinnen aus Hamburg protestierten in Hannover Foto: Verdi Hamburg

Arbeitskampf geht wohl im Mai weiter. Umfrage: Verständnis und Probleme

Von Mathias Sichting
Hamburg
44 kommunale Kindertagesstätten blieben am vorigen Donnerstag in Hamburg geschlossen. Etwa 1.800 Erzieher legten im Tarifstreit erneut ihre Arbeit nieder. Bereits zum zweiten Mal im April. In Hamburg mussten sich Eltern nach anderen Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder umsehen. Da sich die Verhandlungspartner auch in der vierten Runde in Hannover nicht einigen konnten, drohen auch im Mai weitere Warnstreiks. Das Wochenblatt hat sich bei den Eltern in Winterhude umgehört und nachgefragt, wie sie die Kinderbetreuung trotz Warnstreik organisieren und ob sie Verständnis für die streikenden Erzieher haben. Die Mehrheit zeigte Verständnis für die Erzieher, hatte aber auch Probleme die Kinder alternativ unterzubringen.
Was fordern die Erzieher? Verdi und GEW wollen eine bessere Eingruppierung, dabei geht es um eine Einkommensverbesserung von rund zehn Prozent. Im Durchschnitt verdienen Berufseinsteiger bei der Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas 2.300 Euro brutto (38,5 Stunden/Woche). „Wir können als Kita-Träger die Preise nicht selbst machen, sondern bekommen ein pauschales Entgelt von der Stadt, in dessen Rahmen wir uns bewegen müssen. Eine starke Erhöhung wäre für uns kaum verkraftbar, weil wir unsere Kitas seit 2014 schon mit mehr Personal ausstatten, als das Entgelt hergibt“, so die Geschäftsführung der Elbkinder. „Wir meinen aber, dass einige der Forderungen durchaus nachvollziehbar sind.“
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