Kleingärten müssen weichen

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Der Protest geht weiter: Kleingärtner wehren sich gegen die Zerstörung ihrer seit Generationen eingewachsenen Parzellen. Foto: Haas

Entwürfe für neues Hebebrandquartier vorgestellt

Von Waltraut Haas
Winterhude. Das „Hebebrandquartier“ nimmt Konturen an. Wie mehrfach berichtet, sollen ab 2014 auf dem städtischen Arreal 1350 neue Wohnungen entstehen.
Der öffentliche Grund erlaube bis zu 60 Prozent geförderten – sprich: „bezahlbaren“ – Wohnraum. Allerdings müssen für das größte Stadtentwicklungsprojekt im Bezirk Nord die aktuellen 330 Kleingartenparzellen weichen.Ein weiterer Schritt zur Konkretisierung des Wohnprojekts, begrenzt von City Nord und Stadtpark sowie der S-Bahnlinie zwischen Alte Wöhr und Rübenkamp, wurde nun am vergangenen Donnerstag vollzogen. Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung im Herntrich-Saal am Alsterdorfer Markt präsentierten Bezirksamtsleiter Harald Rösler und sein Stab die Siegerentwürfe des städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerbs zum Hebebrandquartier.
In ihnen wurden Vorgaben aus einem von Interessengruppen paritätisch besetzten Beirat berücksichtigt. Der Leiter der Stadtplanung im Bezirk Nord Hans Peter Boltres betonte, dass die elfköpfige Jury „unter einer „erstaunlichen Vielfalt von klugen Entwürfen“ die Qual der Wahl hatte. Freudestrahlend nahm der Hamburger Landschaftsarchitekt Daniel Lichtenstein die Glückwünsche zum ersten Preis entgegen. Der Entwurf, den er mit seinen Partnern, die e2a Eckert Architekten AG aus Zürich eingereicht hatte, ist mit 28.000 Euro dotiert. Der Sieger-Entwurf integriere am besten Wohnungsbau mit den mindestens 160 Kleingartenparzellen, die nach der Bebauung des Geländes auf dem 6 Hektar großen Gelände hier wieder angesiedelt werden sollen. So begründete Oberbaudirektor Jörn Walter die Entscheidung der Jury. Hans Peter Boltres lobte die sparsame Erschließung durch neue Straßen.
Das käme auch den Vorstellungen der am Verfahren beteiligten Bürger entgegen, die eine Vielfalt neuer Wohntypen gefordert hatten: so etwa „autoarmes Wohnen“ und eine Struktur in möglichst kleinen Hausgemeinschaften, die auch Generationen übergreifendes Wohnen erlauben. Auch für die 30 Personen der Bauwagengruppe „Borribles“ ist gesorgt: Sie bekommt einen neuen Standort, weil auf ihrem aktuellen Stellplatz ein Wohnturm entstehen soll. Lesen Sie weiter auf Seite 3.
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