Kliniken-Vergleich in Hamburg

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Mit dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) sind die meisten Patienten sehr zufrieden Foto: Hanke
Hamburg: Martinistraße 52 |

Deutschlands größte Krankenkasse befragte 8.260 Krankenhauspatienten

Eppendorf Mit dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) sind viele Patienten sehr zufrieden. Zumindest die der Techniker Krankenkasse (TK), mit 9.9 Millionen Mitgliedern die größte Krankenkasse Deutschlands. 8.260 Patienten aus Hamburg, die 2015 mindestens einen stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus hatten, beteiligten sich an der jüngsten Befragung der TK über ihren Krankenhausaufenthalt. Mit 85,3 von 100 Punkten stuften 1051 Patienten ihre allgemeine Zufriedenheit im UKE als sehr hoch ein. Auch mit Information und Kommunikation (82 Punkte), mit der Medizinisch-Pflegerischen Versorgung (80,4) und mit der Patientensicherheitskultur (80) zeigten sich die UKE-Patienten sehr zufrieden. Ebenso mit dem Behandlungsergebnis (79,4).

Gute Werte für kleine Häuser

Höhere Werte erzielten kleinere Häuser wie die Facharztklinik Hamburg an der Martinistraße und das Israelitische Krankenhaus, deren allgemeine Zufriedenheitswerte bei 94,2 (Facharztklinik) und 93,6 (Israelitisches Krankenhaus) lagen. Ein für die Statistiker erwartbares Ergebnis. Die kleineren Häuser schneiden immer etwas besser ab als die großen Maximalversorger. „Wir vermuten, dass dies auf die Wahrnehmung der Patienten zurückgeht: Kleinere Häuser sind meist übersichtlicher und so fühlen sich die Patienten dort besser aufgehoben und betreut“, erläutert Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg.

Schlechte Infos über Weiterbehandlung

Kritik äußerten die befragten Patienten nur an der Vorbereitung auf die Entlassung aus den Krankenhäusern. „Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) gab an, dass er sich auf die Weiterbehandlung nach dem Krankenhausaufenthalt schlecht vorbereitet fühle. Dieser Wert erscheint uns deutlich zu hoch. Wir würden uns wünschen, dass die Kliniken hier deutlich stärker Hand in Hand mit den niedergelassenen Ärzten zusammenarbeiten“, berichtet Maren Putfarcken. Ebenfalls aufschlussreich: Jeder Achte hatte das Gefühl, dass die Ärzte „eher nicht“ oder „gar nicht gut“ über die Vorgeschichte und den Krankheitsverlauf informiert waren. Und rund jeder Dritte (34 Prozent) hat sich vor dem Klinikaufenthalt über die Behandlungsqualität informiert. (ch)
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