Kreis-Insel soll Raser stoppen

Anzeige
Freuen sich über die neue Planung zur Kreuzung Grindelhof/Hartungstraße/Rutschbahn: Anwohner Sören Pedersen, Lynn Lüning und Jimmy Blum (v.l.) Foto: Hanke

Vorschläge der Grindelhof-Anwohner zur Verkehrsberuhigung angenommen

Grindel. Hier scheint Bürgerbeteiligung zu klappen: Grindelhof-Anwohner durften zur Gestaltung ihrer Straße und speziell zur unfallträchtigen, weil oft zu schnell befahrenen Kreuzung mit Hartung-
straße und Rutschbahn Vorschläge unterbreiten. Zwei Tage lang hatte eine mobile Planungswerkstatt des Bezirksamtes Eimsbüttel am Hallerplatz Station gemacht und die Vorschläge der Anwohner entgegengenommen. Nur wenige Wochen später hatten die bezirklichen Stadtplaner die Vorschläge aufgenommen und eine neue Planung für den besonders sensiblen Bereich des Grindelhofs zwischen Kreuzung Hartungstraße und Rappstraße im Kerngebietsausschuss Eimsbüttel vorgelegt. Sie sieht eine sogenannten überfahrbare Kreisinsel von neun Metern Durchmesser in der Mitte der Kreuzung vor, die nur von Lastwagen, nicht aber von Autos genommen werden kann. Diese Lösung, die zum Abbau der Ampel führen wird und damit auch den Schilderwirrwarr mit Tempo 30- und 50-Schildern überflüssig macht, befürwortet auch der Verein Grindel e.V., der eine flache Kreisinsel, die alle Autos überfahren können, abgelehnt hatte. Die Kreuzung wird außerdem an allen vier Straßen, die auf sie zulaufen mit Zebrastreifen ausgestattet. Die Fahrbahn des Grindelhofs wird auf eine Breite von 5,50 bis 6 Meter eingeengt, wodurch mehr Fläche für Gehwege und Grün entsteht. Auch die Einmündungen Rapp- und Bieberstraße werden schmaler. Zwei Parkplätze entstehen.

Mehrheit will Kreisverkehr

Von den rund 70 Anwohnern, die sich an der Planungswerkstatt beteiligt hatten, votierten 34 für einen Kreisverkehr an der Kreuzung Grindelhof/Hartungstraße/Rutschbahn. Zwölf würden die Ampel gern behalten. Auch eine bessere Straßenüberquerung beim Abaton-Kino forderten vielen Anwohner. Diese Anregung hat das Management des öffentlichen Raumes im Bezirk Eimsbüttel aufgegriffen. „Da wird was gemacht“, versprach dessen Leiter, Thomas Pröwröck, im letzten Kerngebietsausschuss. Die Fraktionen des Ausschusses zeigten sich durchgehend zufrieden mit der vorgestellten Lösung. Nur sogenannte „Nasen“, die den Verkehr am Zebrastreifen Hallerplatz einschränken sollen, stießen bei der SPD auf Kritik. „Die sind gefährlich“, findet deren Bezirksabgeordnete Mechthild Führbaum. (ch)

Die Planung liegt bis zum 18. September, im Bezirksamt, Grindelberg 66, vor Zimmer 911 (9. Stock) aus.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige