Kreisverkehr am Borgweg erwünscht

Anzeige
Die blau gekennzeichneten Wege sollen für den Bus-verkehr optimiert werden Plan: LSBG

Anwohner präsentierten Ideen und Vorschläge zur Busoptimierung

Winterhude Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hatte eingeladen, und trotz Ferienzeit war der Info-Abend in der Epiphanienkirche gut besucht. Wie berichtet, wurden in einer groß angelegten Bürgerbeteiligung zunächst Ideen zur Umgestaltung des Bushaltebereichs am Borgweg zwischen Wiesendamm und Südring abgefragt. Schon beim Info-Markt gab es konstruktive Diskussionen. Die Forderung „kein Autoverkehr am Borgweg“ war allerdings indiskutabel. Die alten Bäume auf der Mittelinsel blieben tabu, ebenso die 120 Parkplätze. Möglichst viele Belange aller Verkehrsteilnehmer sollten nach LSBG-Vorstellungen berücksichtigt werden. Deswegen hatten zunächst Ideen für Fußgänger Vorrang: Wenn ankommende und abfahrende Busse nur auf der Seite des U-Bahn-Eingangs anhielten, würde insbesondere Menschen mit Behinderung die gefährliche Querung der Straße zur U-Bahn erspart. Auch an anderen Problemlösungen feilte das Publikum: Ob die Busfahrer denn ausgerechnet im Borgweg ihre Pause machen sollen? Denn nur wegen längerer Verweildauer der Busse müssten die Bushaltestreifen entsprechend verlängert werden. Zur Entspannung des Verkehrs während der Stoßzeiten ebenso wie für Wendemanöver der Busse wünschten sich Besucher die Anlage jeweils eines Kreisverkehrs: anstelle der beiden Kreuzungen am Wiesendamm und am Südring. Konträre Meinungen herrschte bei der Umgestaltung der Radwege: Sie auf die Fahrbahn zu verlegen forderten die einen. Viel zu gefährlich, insbesondere für ihre Kinder, hielten besorgte Eltern dagegen. Warum eine „Busoptimierung“ denn jetzt geplant werde, bevor die Planung der U-Bahnlinie 5 überhaupt feststehe, fragte ein Diskutant. Bis zur Realisierung der U5 gehen noch mindestens sieben Jahre ins Land, die Verkehrsprobleme am Borgweg bedürften einer schnelleren Lösung, begründeten die Veranstalter. „Bis dahin fließt noch viel Wasser die Goldbek runter“, resümierte Anwohner Norbert Schüßler. „Aber ich finde es gut, dass wir überhaupt gefragt wurden. Wir diskutierten in einem relativ entspannten Klima.“ Ob das allerdings „nur eine demokratische Freischwimmübung“ war, werde sich zeigen. „Bewegen können wir wohl nicht viel“, sagt er skeptisch. Das LSBG-Beteiligungsverfahren wird mit zwei Workshops im Herbst fortgesetzt. (wh)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige