Kunst mit Schwarzlicht-Effekt in Hamburg

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Malt in ihrem Atelier im Turmzimmer: Rosemarie Ammann (75) Foto: Flüß/wb

Malerin Rosemarie Ammann aus Harvestehude stellt Leuchtendes in Winterhude aus

Hamburg. Die Bilder der Malerin Rosemarie Ammann haben ein Geheimnis. Sobald es dunkel wird und das Schwarzlicht im Bilderrahmen eingeschaltet wird, verwandeln sie sich. Aus zarten, durchscheinenden Gemälden werden dann intensiv leuchtende Bilder. „Der Garten“ scheint dann zum Mosaikfenster einer Kirche zu werden, durch das die strahlende Mittagssonne scheint. „Das ist mein Lieblingsbild, daran habe ich sehr lange gesessen“, sagt die 75-Jährige. „Es ist ein Garten im übertragenen Sinn, der Garten des Lebens.“

Malende Ahnen

In ihrem Atelier in dem kleinen Turmzimmer auf dem Dachgarten ihres Hauses in der Heilwigstraße bearbeitet Rosemarie Ammann die Themen Werden und Vergehen, Einsamkeit, Abschiednehmen und Familie. „Ich male, seitdem ich einen Pinsel halten kann“, erzählt die Malerin mit dem strengen Dutt. Studiert hat sie bei Werner S. Freitag in Hamburg, an der Kunstakademie in Karlsruhe und bei Otto Fischer-Trachau. Das Künstler-Gen vererbten ihr die Ahnen: Der Bruder ihres Urgroßvaters Valentin Ruths war ein viel beschäftigter Hamburger Maler, der unter anderem acht große Landschaften für das Treppenhaus der Hamburger Kunsthalle schuf. Ihre Tante Amelie Ruths erlangte als „Hallig-Malerin“ Bekanntheit. Seit 1986 lebt Rosemarie Ruths mit ihrem Mann Gunter in Harvestehude, die beiden Kinder wohnen im benachbarten Eppendorf. „Wir sind hier sehr froh und leben seit 28 Jahren gern hier.“ Zu den „Schwarzlichtphantasien“ inspirierte Rosemarie Ammann vor sieben Jahren das Bild eines befreundeten Malers. Die Harvestehuderin begann, mit Ölfarben, Dekofarbe und Fluoreszenzen wie Stempelfarbe zu experimentieren und Bilder mit intensiver Leuchtkraft zu schaffen. Die fluoreszierenden Farben bleiben ohne Schwarzlicht unsichtbar. „Für die Wirkung müssen die Farben gut verteilt werden“, erklärt Rosemarie Ammann. (flü/wb)

„Schwarzlichtphantasien“ bis zum 7. November täglich ab 18 Uhr im Dorotheum, Dorotheenstraße 176 A
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