Kur fürs Alstervorland

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Die Wege im Alstervorland nördlich des Fährdamms werden in den kommenden Wochen saniert Foto: Hanke

240.000 Euro für nördlichen Bereich. Mauern sind marode

Von Christian Hanke
Harvestehude. Das Alstervorland ist ein Juwel unter Hamburgs Grünanlagen. Damit es auch so bleibt, wurde schon in den vergangenen Jahren begonnen, das von Spaziergängern, Joggern und spielenden Kindern gleichermaßen geschätzte Naherholungsgebiet im südlichen Bereich zu sanieren. In den nächsten Wochen ist der Norden dran.

Wiesen entwässern

Dann werden in dem Gebiet zwischen Fährdamm und Krugkoppel die Wege und Grünflächen auf Vordermann gebracht. „Die Wege befinden sich in einem schlechten Zustand“, erläuterte Hartmut Schulz, der Leiter der Abteilung Stadtgrün im Bezirksamt Eimsbüttel, kürzlich in dem zuständigen Regionalauschuss, dem Kerngebietsauschuss Eimsbüttel. Die Oberflächenmischung wird nun neu aufbereitet. Außerdem wird versucht, die Wiesen zu entwässern. Ob´s klappt, ist noch ungewiss. Derzeit werden auch die weißen Stühle instandgesetzt, die auf den Alsterwiesen stehen. Gefangene aus Santa Fu sind damit beschäftigt. Da nicht alle beschädigten Stühle wiederhergestellt werden können, hat Stadtgrün-Chef Schulz weitere öffentliche Mittel bei der Stadt beantragt, die angesichts des 100. Jubiläums der Hamburger Grünverwaltung höchstwahrscheinlich gewährt werden. Ein Alsterstuhl kostet 1.500 Euro.

Relikte der IGA 195

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Geld wird auch benötigt, um die kleinen Mauern mit Sitzflächen zu erhalten, die im Bereich zwischen Milchstraße und Fährdamm/Alsterchaussee nahe dem Harvestehuder Weg im Rahmen der Internationalen Gartenbauaustellung (IGA) 1953 angelegt wurden, als das Alstervorland endgültig eine öffentliche Grünanlage wurde. Vor 60 Jahren, mit der Eröffnung der IGA 53 am 1. Mai 1953 wurde das Alstervorland der Öffentlichkeit übergeben. Damit fand eine Entwicklung ihren Abschluss, die 1906 mit der Sicherung des Alstervorlands durch einen Bebauungsplan begonnen hatte. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Plan, das Alstervorland zur öffentlichen Grünanlage zu machen, umgesetzt.
Bis dato reichten die Grundstücke der Villen am Harvestehuder Weg bis an die Alster. SPD-Bürgermeister Max Brauer setzte zu Beginn der 1950-er Jahre die vollständige Enteignung dieser Flächen durch. Zu der neuen aufgelockerten Parkanlage mit Blumenbeeten, einem Spielplatz und einem Teich zählt auch die mit Sitzmauern „rhythmisch gegliederte Wegstrecke“. Die Mauern sind jedoch stark sanierungsbedürftig und müssten abgebaut werden, wenn sich keine Unterstützung findet. Ende Mai wird im Bezirks-
amt Eimsbüttel eine Entscheidung über die Sanierung der Mauern fallen.
Insgesamt wendet das Bezirksamt für die Sanierungsmaßnahmen der nächsten Wochen 240.000 Euro auf. Damit das Alstervorland das grüne Juwel bleibt, das die Anwohner so lieben.
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