Langsam am Planetarium

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Gefährliche Kurve in der Otto-Wels-Straße: Beim Forsthaus ist die Straße schwer einsehbar Foto: ch

Nach Wochenblatt-Berichten über Unfälle: Tempo 30 in der Otto-Wels-Straße

Winterhude Die Straßenverkehrsbehörde hat Tempo 30 für die Otto-Wels-Straße angeordnet, die in Nord-Süd-Richtung durch den Stadtpark führt. Damit beantwortet die Behörde eine Anfrage der Grünen in Hamburg-Nord nach Verbesserung der Verkehrssituation in der Otto-Wels-Straße positiv. Das Wochenblatt hatte davor über die Risiken dort im Park berichtet.
Ariane Schwartau, Leiterin der Kindertagesstätte im Stadtpark (Ballin-Stiftung), ist erleichtert: „Wir haben immer Schwierigkeiten, diese Straße zu überqueren. Zwei Kollegen sperren die Straße quasi ab, wenn wir mit Kindern hinübergehen. Insbesondere in der Kurve beim Sierichschen Forsthaus ist es gefährlich, weil die Straße schlecht einsehbar ist. Die Autos fahren hier viel zu schnell, oft über 50.“
Das Überqueren der Otto-Wels-Straße gestaltet sich auch an den durch Zebrastreifen markierten Fußgängerüberwegen zwischen Festwiese und Planetarium schwierig bis gefährlich, wie jüngst wieder ein Unfall bewies. Eine Radfahrerin, die mit Kind unterwegs war, wurde bei einem Unfall mit einem Auto schwer verletzt. Für die Polizei ist die Otto-Wels-Straße ein Unfallschwerpunkt. Innerhalb von zwölf Monaten kam es hier zu sechs Auffahrunfällen und zwei Zusammenstößen.
Umso mehr freut sich Thorsten Schmidt, der verkehrspolitische Sprecher der Grünen in Hamburg-Nord, über die straßenverkehrsbehördliche Anordnung: „Wir begrüßen sehr, dass durch die Anordnung von Tempo 30 zwischen sechs und 22 Uhr und begleitende Maßnahmen künftig mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden herrschen wird.“ Auch viele Mütter freuen sich. Einige wünschen sich zudem bauliche Hindernisse wie Schwellen oder Einengungen. Neben der Anordnung von Tempo 30 empfiehlt die Straßenverkehrsbehörde bauliche Umbaumaßnahmen und bessere Beleuchtung. So sollten Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Fußgängerüberwege entfernt werden. Bepflanzungen in diesem Bereich empfiehlt es sich zurückzuschneiden und die Beleuchtung der Übergänge zu überprüfen. Auf den Flächen der Parkplätze könnten Fahrradabstellplätze gebaut werden.
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