Lustgärten in Groß Borstel

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Traute Matthes-Walk hat ein neues Buch geschrieben: Groß Borstels Lustgärten, Teil 2.Foto: Hanke

Neues Buch ab sofort im Handel

Groß Borstel. Die Brückwiesenstraße ganz im Westen von Groß Borstel ist unter anderem deshalb so beliebt, weil die Häuser der östlichen Seite von der Fahrbahn durch einen breiten, baumbestandenen Grünstreifen getrennt werden. Diese ungewöhnliche Anordnung hat historische Gründe. Der breite Grünstreifen war ursprünglich die Allee, die auf das Anwesen des Senators Hinrich Petersen führte, das am heutigen Niendorfer Weg lag.
Nachzulesen sind derartige Details aus Groß Borstels Geschichte in dem neuen Buch von Traute Matthes-Walk, Schriftführerin im Kommunalverein in Groß Borstel, „Groß Borstels Lustgärten, Teil 2“.
Nachdem die Autorin 2006 bereits im ersten Teil die Geschichte von Brödermanns Kohlgarten und Pehmöllers Garten beschrieben hatte, widmet sie sich im zweiten Teil dem Petersen- und dem Frustbergpark. Wie in ihrem ersten äußerst lesenwerten Buch, konzentriert sich Traute Matthes-Walk dabei nicht nur auf die eigentliche Historie der Parks, sondern breitet wieder die Geschichten der Familien aus, die in den beiden großen Anwesen gelebt haben, meist wohlhabende Hamburger Kaufmannsfamilien, die vor den Toren der Stadt einen Sommersitz erwarben. Damit erzählt sie viel über das Leben vergangener Generationen in Groß Borstel und von Hamburger Verhältnissen, die sich in der Geschichte der Borsteler Parks spiegeln. Zweieinhalb bis drei Jahre hat Traute Matthes-Walk an ihrem neusten Buch gearbeitet, meistens im Staatsarchiv. Viel ist nicht geblieben von den alten Parks, aber die Autorin kann sich orientieren: „Manchmal kann man am Baumbestand sehen, wo man sich befindet.“
Auch vom Ende der Lustgärten und der großen Anwesen, die in ihnen standen, berichtet sie.
Der Petersenpark, der zwischen 1906 und den 1930er Jahren ein kleiner Zoo war, verschwand danach, als die Firma Ad. Strüver Aggregatebau das Gelände erwarb und gewerblich nutzte.
Vom Frustbergpark sind immerhin noch 48 Ar vorhanden und mittendrin steht nach wie vor das alte Herrenhaus, das heutige Stadtteilzentrum Stavenhagenhaus, der einzige einstige Sommersitz der vier Borsteler Lustgärten, der die Jahrhunderte überstanden hat. „Groß Borstels Lustgärten, Teil 2“ kann im Buchhandel für 16,90 Euro, aber auch in der Hubertus-Apotheke, Borsteler Chaussee 111, der ABC-Apotheke, Borsteler Chaussee 177 und bei Optik Facklam, Borsteler Chaussee 113 erworben werden. (ch)
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