Mal hoch, mal bunt, mal schlicht!

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Die Häuser Eppendorfer Landstraße 97 - 109 werden abgerissen. Unterschiedlich gestaltete Neubauten werden sie ersetzen.Foto: Hanke

Neubauplanung an der kleinen Eppendorfer Landtraße

Eppendorf. Neubauplanung für die so genannte kleine Eppendorfer Landstraße. Ein Investor will den Bereich der Häuser Nr. 97-109 gemeinsam mit den Grundeigentümern und dem Bezirksamt Hamburg-Nord neu gestalten. In einer öffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungsauschusses Hamburg-Nord wurde das Bauvorhaben kürzlich vorgestellt. Die fünf betroffenen Häuser befinden sich in Sachen Feuchtigkeit und Brandschutz in keinem guten Zustand. „Die Wohnungen entsprechen teilweise nicht mehr heutigen Vorstellungen“, äußert Architekt Joachim Tapking von SCHILD Architekten, die die neuen Häuser bauen werden. Keines steht unter Denkmalschutz, da sie vielfach umgebaut wurden. Auch das markante Eckhaus mit der Martinistraße, das noch ein Giebel mit historischem Schriftzug ziert, gilt den Denkmalschützern wegen vieler Umbauten nicht als erhaltenswert. Das alteingesessene Restaurant Tre Castagne kann an diesem Standort bleiben. Für drei Bäume, die gefällt werden müssen, sind Ersatzpflanzungen vorgesehen.
Die Neubauten werden vier bis fünf Geschosse hoch werden und sollen sich durch einen abwechslungsreichen Mix auszeichnen. „Sie werden ganz verschieden in der Ausgestaltung, ´mal hoch, ´mal niedrig, ´mal bunt, ´mal schlicht, wie ein Stück gewachsene Stadt“, erzählt Joachim Tapking.
Ins Erdgeschoss ziehen Läden und Gastronomie ein. „Die Landstraße soll hier lebendiger werden“, erläutert Tapking. 35 bis 55 Wohnungen in Größen von 50 bis 80 Quadratmetern sind vorgesehen. Davon ein Drittel im geförderten Wohnungsbau. Eine gemeinsame Tiefgarage wird ausreichend PKW-Stellplätze schaffen. In den derzeitigen Häusern befinden sich sieben Wohnungen. Einen Zeitplan für das Bauvorhaben gibt es noch nicht. Die Verhandlungen des Investors mit den Grundeigentümern stehen kurz vor dem Abschluss. Wegen des Umfangs und der zentrale Lage des Bauvorhabens haben Investor und Architekten frühzeitig über die Planung informiert. Die Gäste der öffentlichen Veranstaltung reagierten unterschiedlich, aber überwiegend positiv. Die Kommunalpolitik guckt genau hin. „Das ist ein sehr sensibler Bereich“, findet nicht nur Ekkehard Wersich von der CDU. (ch)
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