Martinistraße wird fahrradfreundlicher

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Für den Radverkehr in der Martinistraße gibt es viele Möglichkeiten. Noch aber fehlen Fahrstreifen für Radler Foto: Hanke
Hamburg: Martinistraße |

Hamburg gibt 2,2 Millionen für Fahrstreifen in Eppendorf frei

Von Christian Hanke
Eppendorf
Die Martinistraße soll fahrradfreundlicher werden. Derzeit gibt es auf der Straße nahe des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) überhaupt keine Radwege oder -streifen an der Straße, auf der am 31.5.2012 immerhin 2052 Radlerinnen und Radler nahe der Hoheluftchaussee gezählt wurden. Die Straße führt parallel zur B5 und ist eine wichtige Verbindung zwischen Eppendorfer Marktplatz und UKE. Autos, Busse und Fahrräder drängeln sich hier auf einer acht bis zehn Meter breiten Fahrbahn. Die Fußgängerinnen und Fußgänger haben in der Regel 1,80 bis 2 Meter Breite zur Verfügung. Im Abschnitt zwischen Tarpenbek- und Erikastraße aber nur 1,15 Meter. Das soll sich ändern.

Schutz- statt Fahrradstreifen


Im Juli wurde eine Machbarkeitsstudie mit verschiedenen Varianten für den Umbau der Martinistraße vorgestellt, die das Bezirksamt Hamburg-Nord in Auftrag gegeben hatte. Auf Antrag von SPD und Grünen beschloss der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz der Bezirksversammlung Hamburg-Nord kürzlich Rahmenbedingungen und Empfehlungen auf der Grundlage dieser Studie für den Umbau der Martinistraße. So den Grundsatz, dass der Schutz von Straßenbäumen vor dem Erhalt von Parkraum steht. Zwischen Hoheluftchaussee und Tarpenbekstraße bevorzugen SPD und Grüne Schutz- statt Fahrradstreifen, da für letztere möglicherweise Bäume gefällt werden müssten. Auf Schutzstreifen dürfen notfalls auch Autos fahren, auf Fahrradstreifen dagegen nicht. Im Abschnitt Tarpenbek- bis Erikastraße steht die Verbreiterung der äußerst schmalen Gehwege im Mittelpunkt. Dazu müsste die derzeit zehn Meter breite Fahrbahn auf acht bis neun Meter inklusive zweier Schutzstreifen für Radler (je 1,25 Meter) verringert werden, um auch hier den Radverkehr zu verbessern.

Planunterlagen öffentlich


Für den Umbau der Martinistraße werden zwei bis 2,2 Millionen Euro veranschlagt. Da die Mittel des Bezirksamtes Hamburg-Nord für eine derartige Maßnahme nicht ausreichen, beschloss der Verkehrsausschuss, sich auch um Mittel aus dem „Bündnis für den Radverkehr“ zu bemühen. Eine detaillierte Planung für den Umbau der Martinistraße wird im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude unter Hinzuladung der Mitglieder des Verkehrsausschusses öffentlich vorgestellt. Die Planunterlagen sollen vorher der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Ein Termin steht noch nicht fest.
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