Mega-Bauprojekt startet

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So werden die Häuser der Baufelder 8-10 des Neubauprojekts Tarpenbeker Ufer aussehen, die als erste gebaut werden Visualisierung: Otto Wulff Bauunternehmungen
 
Stephan Wulff, Geschäftsführer von Otto Wulff Bauunternehmungen (l.), und Bezirksamtsleiter Harald Rösler wollen die Bürger beim Neubauprojekt Tarpenbeker Ufer auf dem Laufenden halten Foto: Hanke

Arbeiten am „Tarpenbeker Ufer“ werden vorbereitet. Kellerbleek gesperrt

Groß Borstel Es geht los am „Tarpenbeker Ufer“! Die erste Maßnahme für das riesige Bauprojekt unter diesem Namen hat begonnen. Die Straße Kellerbleek, die Nadelöhr-Zufahrt zu dem Areal des früheren Güterbahnhofs Lokstedt, auf dem Otto Wulff Bauunternehmungen 750 Wohnungen bauen will (das Wochenblatt berichtete), ist bis 16. Oktober gesperrt. Die Straße muss abgesenkt werden, damit die Baufahrzeuge unter der Eisenbahnbrücke hindurchkommen. Sobald Genehmigungen vorliegen, können die weitgehend verlassenen Gebäude auf der künftigen Baufläche abgerissen werden. Im nächsten Frühjahr soll mit den Erschließungsmaßnahmen begonnen werden. Im Herbst 2016 startet der Hochbau auf den drei östlichen Baufeldern 8 bis 10. Hier entstehen bis 2018 zehn dreigeschossige Gebäude mit Staffelgeschoss als Eigentums- und Mietwohnungen. Das ganze Neubauprojekt soll in sechs Jahren abgeschlossen sein. Über diese Planung informierte Otto Wulff Bauunternehmungen kürzlich auf einer gut besuchten Informationsveranstaltung im Höger-Saal der St. Peterkirchengemeinde, an der auch Bezirksamtsleiter Harald Rösler teilnahm. In einer äußerst friedlich und sachlich geführten Diskussion wurden weitere Details der Planung und der Begleitung des Planungsprozesses erörtert.

Bis zu 140 Kita-Plätze


Es entstehen frei finanzierte und geförderte Miet- als auch Eigentumswohnungen. Zwischen den Baufeldern 1-7 und 8-10 wird ein öffentlicher Park angelegt. 2017/18 wird nahe des Sportplatzes des TSV Eppendorf/Groß Borstel 08 eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Tarpenbek gebaut. In diesen Jahren soll auch eine Kindertagesstätte mit 120 bis 140 Plätzen errichtet werden. Jedes Baufeld erhält eine Tiefgarage. Für die Neubauten hat Otto Wulff nach Erfahrungen aus anderen Bauprojekten den Stellplatzschlüssel 0,8 festgelgt. Das bedeutet: für 100 Wohnungen stehen 80 Stellplätze zur Verfügung. Dieser Schlüssel gilt als eine sehr großzügige Berechnung. Das Restaurant Le Marrakech wird als einziges Gebäude aus dem derzeitigen Bestand bleiben. Es wird bis zur Fertigstellung der Wohnungen über eine neu angelegte Erschließungsstraße erreichbar sein, die während der Bauphase an der Baustelle entlangführt. Kontrovers diskutiert wurde einmal mehr die Verkehrsanbindung. Reichen die ober- und unterirdischen Parkplätze aus? Werden die Baufahrzeuge nur übers Kellerbleek fahren und nicht durch die Wohnviertel von Groß Borstel? Kann eine weitere Zufahrtsstraße unter der Güterumgehungsbahn hindurch zum Nedderfeld angelegt werden?
Die Befürchtungen, dass Groß Borstel in den nächsten Jahren mit Lkw-Lärm leben muss und danach zugeparkt wird, weil die Stellplätze am Tarpenbeker Ufer nicht ausreichen, konnten nicht ausgeräumt werden. Die Untertunnelung der Güterbahnstrecke ist als zu aufwändig verworfen worden. Kritik und Anregungen können die Anwohner aber auch weiterhin und während der ganzen Bauphase äußern.

Bürgerbeteiligung


Ein Begleitgremium, das sich aus 13 Vertretern von Borsteler Institutionen, Kommunalpolitikern und je zwei Angehörigen des Bezirksamtes Hamburg-Nord und von Otto Wulff Bauunternehmungen zusammensetzt, wird sie aufnehmen und weitertragen. Außerdem plant Otto Wulff ein- oder zweimal im Jahr eine Informationsveranstaltung zum Bauverlauf. (ch)
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