Mehr Platz für Flüchtlinge in Eppendorf?

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Auf der Fläche Loogestraße stehen derzeit Container für die Kita Haynspark. Bald auch für Geflüchtete?Foto: Hanke

Looge- und Hegestraße im Gespräch. Entscheidung steht aus

Von Christian Hanke
Eppendorf
Nicht nur im Seelemannpark, sondern auch an der Loogestraße und auf der ungenutzten Fläche des Schulsportplatzes Hegestraße können Unterkünfte für Geflüchtete eingerichtet werden. Zu diesen Ergebnissen kommen ein Lärmschutz- und ein Baumschutzgutachten, die der stellvertretende Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Tom Oelrichs, im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude bekannt gab. Ob diese Flächen tatsächlich zusätzlich zum Seelemannpark für Unterkünfte von Geflüchteten genutzt werden, entscheidet nun der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF). Bis zur öffentlichen Anhörung zur Frage der Unterkünfte in Eppendorf, die im Februar stattfinden wird, sollte eine Entscheidung gefallen sein, ergänzte Oelrichs. Dagegen erhob sich Protest von der CDU, die für Ergebnisoffenheit bei der Anhörung plädierte. Bis Januar können die Fraktionen Vorschläge einbringen, welche offiziellen Gäste zur der Anhörung geladen werden sollen. Auf der Fläche an der Looge-straße, auf der sich voraussichtlich bis zum Sommer Container zur Unterbringung der Kita Haynspark befinden, deren Räume wegen eines Wasserschadens nicht zur Verfügung stehen, können weniger Geflüchtete untergebracht werden als im Seelemannpark. Eine genaue Anzahl ist aber noch nicht ermittelt worden. Die Fläche Hegestraße ist problematisch, denn es gilt: Auf Flächen in der Nähe von Schulen werden keine Unterkünfte errichtet. Der Linken-Abgeordnete Herbert Schulz, der nahe des Schulsportplatzes Hegestraße wohnt: „Die Fläche wird definitiv nicht für Schulsport genutzt.“

Initiative zuversichtlich

Mitglieder der Initiative „Flüchtlinge nach Eppendorf“ zeigten sich im Regionalausschuss zuversichtlich, dass die für Unterkünfte von Geflüchteten zur Debatte stehenden Flächen in Eppendorf von der Bevölkerung als Standorte begrüßt würden. Bei Unterschriftensammlungen hätten etwa 95 Prozent der Angesprochenen die Unterbringung von Geflüchteten auf allen drei Flächen begrüßt.

Weitere Infos auf Facebook: Initiative „Flüchtlinge nach Eppendorf“
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