Meinungen zum „Park-Chaos“ in Winterhude

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Im Quartier rund um die Gertigstraße sind Parkplätze Mangelware Repro: wb

So schätzen Wochenblatt-Leser die Verkehrssituation rund um die Gertigstraße ein

Winterhude Über das „Park-Chaos“ im Quartier rund um die Gertigstraße berichtete das Wochenblatt in der vorigen Ausgabe. Zur aktuellen Berichterstattung meldeten sich einige Leser, die ebenfalls in dem Viertel leben, zu Wort.

Karsten Thomm:

Seit dem Umbau am Mühlenkamp ist eine deutliche Zunahme der Parkvergehen gerade in den Seitenstraßen zu beobachten. Es wird vorsätzlich rücksichtslos am Schinkelplatz (Spielstraße) geparkt, sehr oft sehe ich da immer die gleichen Autos.
Fußgängerüberwege, gerade in der Prey- und Peter-Marquard-Straße, werden ebenfalls zugestellt, sodass man gezwungen ist, sich durch eine Lücke zu quetschen oder selber auf die Straße auszuweichen. Ein Knöllchen mit fünf Euro ist vielen egal. Es sollte rigoros abgeschleppt werden! Auch ist zu beobachten, dass Polizei und Parkraummanagement fast nur bei „schönem“ Wetter aufschreiben. Sobald es regnet herrscht hier Park-Anarchie. Gerade in Wohngegenden sollte es auch ausschließlich Anwohner-Parkflächen geben, das kenne ich persönlich und es hat sich bewährt.

Heinz N. Fischer:

Es ist ja keine neue Erkenntnis, dass sich das Viertel verändert (Gentrifizierung auf hohem Niveau) und viel (zu-) gebaut wird. Lediglich für die Schulbehörde (überfüllte Forsmannschule) und die Stadtentwicklungbehörde ist das so überraschend wie die Tatsache, dass der 24. Dezember jedes Jahr Heiligabend ist:
1. ich finde nicht, dass Anwohner grundsätzlich einen Anspruch darauf haben, einen Parkplatz unmittelbar (oder innerhalb eines Fußweges von 5 Minuten) vor der Haustür zu finden. Wer in einem lebhaften Stadtteilzentrum leben will, muss - neben den vielen Vorteilen - auch den ein oder anderen Nachteil in Kauf nehmen.
2. meine Familie wohnt seit 15 Jahren in der Schinkelstraße, meine Frau sogar seit 20 Jahren. Die Anzahl rücksichtsloser und egoistischer Parker hat deutlich zugenommen. Ich wünsche mir, dass die Polizei zusammen mit der Feuerwehr regelmäßig (an unterschiedlichen Tagen) testet, ob im Zweifel ein Löschzug oder zumindest Mannschaftswagen durch die Straßen kommt. Was ich bezweifle. Die behindernden Fahrzeuge müssen dann rigoros abgeschleppt werden. Das machen Polizei und Feuerwehr ein halbes Jahr und die Parksituation, davon bin ich überzeugt, ändert sich dramatisch. Im Zweifel wird das Procedere wiederholt.

B. Zinke:

Ich bin genauso alt wie der sich aufregende Leser Ingo Roese und wohne auch im Quartier. Als ich hierherzog, hab ich bewusst auf mein Auto verzichtet! Ich erledige alles, wenn auch mitunter lebensgefährlich, mit dem Rad, denn wenn man in einem so charmanten Viertel wohnt, kann man nicht vor der Tür parken! Für größere Transporte/Wege miete ich ein Auto. Ich befürworte die Knöllchen und Abschlepper, denn die Autofahrer behindern uns Radler massiv und wir müssen uns (umweltfreundlich) durch Parklücken irgendwie zur Haustür bewegen. Im Übrigen gibts keine bessere HVV-Verbindung als an der Gertigstraße! Ich freue mich jedenfalls über das Busbeschleunigungsprogramm und freundliche Busfahrer! Es ist an der Zeit, umzudenken und umweltfreundlicher und weniger egoistisch zu sein. Freundliche Grüße einer Leserin, die gern hier wohnt und solche Sorgen weglachen kann. 

Leon Mengden:

Vielen Dank für den Artikel, aber es ist wohl vergebliche Liebesmüh. Das „Park-Chaos“ ist schließlich politisch gewollt: Parkplätze werden künstlich verknappt, um die Auto-besitzer umzuerziehen, und da zu einer Umerziehung auch Strafen für Uneinsichtige gehören, bieten sich die Freunde mit den grünen Abschlappwagen trefflich an. Bei der letzten Bürgerschaftswahl warb der Politiker Dietrich Wersich mit dem Slogan „Zufrieden leben im Stadtteil“. Leider muss man feststellen, dass die Bezirksversammlung Winterhude offenbar das Gegenteil im Sinn hat. Es stimmt traurig, wenn Politiker ihre Aufgabe darin sehen, den Menscnen im Bezirk das Leben schwer zu machen, aber das scheint ja Programm zu sein. Vieles weist darauf hin. Ich halte es für keinen Zufall, dass das Parkhaus in den City-Hochhäusern plötzlich unbenutzbar geworden sein soll. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
 
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 02.02.2016 | 14:53  
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