Mit Buddha gelassen werden

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Buddhistische Nonne Kelsang Drime stammt ursprünglich aus Sachsen Foto: Flüß

Buddhistisches Meditationszentrum eröffnet in Erikastraße

Eppendorf „Hier ist der Himmel immer blau“, sagt Kelsang Drime und betrachtet die frisch hellblau gestrichene Wand hinter dem Altar mit den goldenen Buddha-Statuen. Die hochgewachsene, schlanke Frau mit den kurz geschorenen Haaren und der orange-roten Robe ist die Lehrerin des neu eröffneten Kadampa Meditationszentrums in Eppendorf.
An die Farben des Himmels erinnern auch die strahlend-blauen Augen der 37-Jährigen, die vor acht Jahren zur buddhistischen Nonne ordiniert wurde. In dem hellen, freundlichen Zentrum in der Erikastraße 99 können Eppendorfer seit dem 1. Februar die Kunst der Meditation in verschiedenen Kursen lernen und in Vortragsreihen die buddhistische Sicht kennenlernen und Gelassenheit für den Alltag erfahren. „Im Modernen Kadampa-Buddhismus wird die Praxis ganz groß geschrieben“, erklärt Kelsang Drime.

„Das Innere gut nähren“


In der Meditation zur Entspannung, die sie donnerstagabends unterrichtet, wird deshalb häufig das aktuelle Alltagsgeschehen eingebunden. „Jeder ist immer willkommen, die Meditationen sind für jeden geeignet. Wer möchte, kann aber auch tiefer in das Studium einsteigen.“
In den Meditationsanleitungen gelangen die Teilnehmer durch eigene Analyse und Prüfung, ob die vermittelten Lehren schlüssig sind, zu angestrebtem Gleichmut und Gelassenheit. „Äußere Dinge können nicht das geben, wonach man sich sehnt. Deshalb machen Menschen sich auf die spirituelle Suche. Das Innere gut zu nähren schützt vor Burnout und inneren Katastrophen“, weiß Kelsang Drime, die schon sehr früh gespürt hat, „dass Buddhas Lehre hilft.“ Ihre evangelische Familie in Sachsen konnte das akzeptieren: „Meine Mutter hat die positive Veränderung bei mir gesehen.“
Das Kadampa Meditationszentrum ist ein gemeinnütziger Verein, die Räume wurden von freiwilligen Helfern renoviert. „Gemeinsam etwas für die Allgemeinheit zu schaffen ist die Essenz des Buddhismus“, sagt die Nonne, die täglich vor Ort und so eine konstante Ansprechpartnerin und Lehrerin ist. Nachdem die Räumlichkeiten in Eimsbüttel zu klein geworden waren, habe man sich bewusst für das Ladengeschäft in der Erikastraße, nahe Mühlenteich und Hayns Park entschieden: „Wir haben uns eine schöne Umgebung gewünscht. Es ist gut, wenn man nach oder zwischen den Meditationen spazieren gehen kann.“

Meditations- und Vortragstermine sowie weitere Angebote des Zentrums sind einsehbar unter www.meditation-hamburg.de, Kadampa Meditationszentrum, Erikastraße 99, 20251 Hamburg. (flü)
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 04.03.2015 | 06:34  
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