Mitten in Hamburg: „Schild“-Bürgerstreich?

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Auf den ersten Blick paradox, doch bei näherem Hinsehen erkennt man: Die beiden unteren Schilder sind kleiner als sonst Foto: ts

Extra-Hinweis für Radler in Erikastraße

Hamburg. Man muss zweimal hinschauen, um festzustellen, dass hier etwas nicht stimmt. Zumindest auf den ersten Blick...
Seit einigen Monaten ist ein kurzes Stück der Erikastraße zwischen Lokstedter Weg und Edgar-Roß-Straße als Einbahnstraße eingerichtet, Fahrtrichtung Edgar-Roß-Straße. Aber: Wie auf dem Foto erkennbar, sind das „Vorfahrt-beachten-Schild“ und der Hinweis auf „Rechtsabbieger“ nur dann sichtbar, wenn man von der anderen, „falschen“ Seite kommt. Schilder – nur sichtbar für Verkehrssünder? „Aber nein“, erklärt der diensthabende Beamte der Wache Troplowitzstraße. „Diese beiden Schilder sind nicht für Autofahrer. Sie sind wesentlich kleiner, als die Originalschilder. Diese hier sind für die Radfahrer, die ja weiterhin die Erikastraße in beiden Richtungen befahren dürfen. Und um Unfälle zu vermeiden, haben wir diese Schilder für die Radfahrer angebracht.“ Tatsächlich sei die erhöhte Unfallgefahr mit Kraftfahrzeugen an dieser Straßenausfahrt der Grund für die Einrichtung der Einbahnstraße gewesen, erklärt der Polizeibeamte. Autofahrer, die aus der Erikastraße heraus rechts auf den Lokstedter Weg abbogen, übersahen häufig die Bedarfsampel an der Ausfahrt und fuhren – auch bei Rot – einfach „drüber“. Zum Schutze vor allem der Kinder, die hier den Lokstedter Weg auf dem Weg zur Schule überqueren, wurde mit der Einrichtung der Einbahnstraße das Ausfahren aus der Erikastraße unmöglich gemacht. Für die Autofahrer heißt es nun: Über die Durchfahrt zwischen Erikastraße und kleiner Eppendorfer Landstraße auf die Eppendorfer Landstraße auffahren, von dort ist das Rechtsabbiegen auf den Lokstedter Weg dann kein Problem mehr... Aber vielleicht gibt es bald einen Schilder-Führerschein in Hamburg... (ts)
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